Akademisierung

Wieder mehr Mediziner mit Professorentitel

Mehr als die Hälfte aller Habilitationen entfielen 2020 auf Humanmedizin. Der Frauenanteil betrug hier zuletzt 32 Prozent.

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Wiesbaden. In Deutschland erwerben wieder mehr Ärztinnen und Ärzte einen Professorentitel. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, nahm 2020 die Anzahl der Habilitationen im Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften gegenüber Vorjahr um sechs Prozent zu.

Von den insgesamt 1533 erfolgreich abgeschlossenen Habilitationen an Universitäten und Hochschulen entfielen 847 und damit mehr als die Hälfte (55 Prozent) auf die Humanmedizin. 2019 waren dort noch 797 Habilitationsverfahren registriert worden. Der Frauenanteil in dieser Fächergruppe betrug zuletzt 32 Prozent – und lag damit drei Prozentpunkte unter dem Anteil der Frauen über alle Fächergruppen hinweg (35 Prozent). Gegenüber 2019 bedeutet das eine Gesamt-Steigerung um drei Prozent. Zum Vergleich: 2010 waren gerade einmal 25 Prozent aller Akademiker, die ein Habilitationsverfahren erfolgreich durchliefen, weiblich.

Laut Erhebung nahm insgesamt die Anzahl der Habilitationen im vergangenen Jahr um ein Prozent zu. Während sie bei Männern um vierProzent auf 995 zurückging, stieg sie bei Frauen um elf Prozent auf 538 an. Das Durchschnittsalter der Habilitierten lag bei 41 Jahren. Mit durchschnittlich knapp 42 Jahren waren Frauen geringfügig älter als Männer (41 Jahre).

Die zweitmeisten Habilitationen wurden in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften registriert (13 Prozent) vor Geisteswissenschaften mit zwölf Prozent. Hier war der Frauenanteil mit 47 Prozent am höchsten. (kaha)

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