Wirksame Strategien vor der Abgabe der eigenen Praxis

Veröffentlicht:

FRANKFURT (ger). Ärzte, die ihre Praxis verkaufen wollen, finden zum Teil nur schwer einen Nachfolger. Das gilt mittlerweile nicht nur für Praxen in dünn besiedelten Gebieten, sondern auch in kleineren Zentren. Und selbst in Großstädten, die mit Praxen dicht besetzt sind, stehen Übernehmer nicht mehr Schlange.

Für die erfolgreiche Praxisübergabe an einen Nachfolger ist es gut, sich frühzeitig im Wettbewerb zu positionieren. Schon mit 45 bis 55 Jahren sollten Ärzte sich daher Gedanken machen und sich bei Bedarf auch beraten lassen, wie sie ihre Praxis aufstellen, empfiehlt die Deutsche Bank.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Investitionen, die der Praxis neue Perspektiven eröffnen, vor allem in neue Geräte, aber auch in innovative Versorgungsformen, etwa in Kooperationen mit Kollegen in Praxisnetzen.

"Gut ausgestattete Praxen sind in den Augen des Käufers häufig attraktiver, und in Praxiswertgutachten kann es - je nach Fachgruppe - Zuschläge bei guter Geräteausstattung geben", sagt Caroline Roos, Leiterin Heilberufeberatung der Deutschen Bank.

Entscheidend für den Praxiswert sei letztlich, dass die Praxis sich nicht nur auf GKV-Leistungen verlasse, sondern auch in integrativen Versorgungsformen sowie bei Prävention, zum Beispiel bei Impfungen aktiv sei. Auch über IGeL- und/oder privat versicherte Patienten könnten Ärzte sich zusätzliche Standbeine außerhalb der Budgets der gesetzlichen Krankenversicherung verschaffen.

Nicht zuletzt sind auch die steuerlichen Gesichtspunkte für ältere Praxisinhaber durchaus relevant. "Wer seine Praxis durch Investitionen gut in Schuss hält, der drückt durch die Abschreibungen seine Steuerschuld in einkommensteuerstarken Jahren. Der Verkaufserlös der Praxis dagegen wird meist zum halben Satz versteuert", sagt Roos weiter.

Ob diese Rechnung auch im individuellen Fall aufgeht, das hängt natürlich immer von den Umständen ab. Mit Bank- und Steuerberater könne das dann in Ruhe ermittelt werden.

Die Deutsche Bank bietet Seminare zum Thema Praxisabgabe an. Weitere Informationen: www.deutsche-bank.de/heilberufe-seminarangebot

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Statistisches Bundesamt

Beschäftigte arbeiten 2026 2,4 Arbeitstage mehr

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!

Lesetipps
Eine Person im CT.

© oksanazahray / stock.adobe.com

Risikoadaptiertes Vorgehen

Lungenkrebs-Screening: Nach Rauchstopp erst später ins CT?

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen