Praxissoftware

Zwölf Systeme verlieren die KBV-Zulassung

Weil die KBV befürchtet, dass die Daten der E-Card nicht richtig eingelesen werden, entzieht sie zwölf Systemen die Zulassung.

Veröffentlicht:

BERLIN. Seit 1. Oktober müssen die Praxisverwaltungssysteme (PVS) in der Lage sein, das Datenformat der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) korrekt einzulesen.

Für zwölf Systeme haben die jeweiligen Anbieter es allerdings versäumt, gegenüber der KBV die entsprechenden Nachweise zu erbringen, wie die Standesvertretung mitteilt.

Daher habe die KBV im Rahmen der technischen Umstellung auf die eGK diesen Systemen nun die Zulassung entzogen.

Es handele sich dabei allerdings um kleinere Unternehmen, wie die KBV auf Nachfrage mitteilt. Die Namen der Systeme will die KBV daher nicht nennen. Zumal die Anbieter immer noch die Chance hätten, sich zertifizieren zu lassen.

Ärzten bleibt also nichts anderes übrig, als ihren Anbieter direkt anzusprechen oder einen Blick in die Liste der zertifizierten PVS-Systeme der KBV zu werfen. Steht das eigene Programm nicht mehr auf dieser Liste, könnte die Zulassung entzogen sein.

KBV hat alle Anbieter angeschrieben

Dabei hatten laut KBV alle PVS-Anbieter in der Zeit vom 1. Mai bis 30. September 2014 die Aufforderung, der KBV in einem gesonderten Zertifizierungsverfahren nachzuweisen, dass ihr System ab Oktober das eGK-Datenformat korrekt umsetzen kann.

Informiert worden seien die Anbieter bereits seit Herbst 2013. "Die große Mehrheit der Softwarehäuser hat diese Zertifizierung auch erfolgreich abgeschlossen", so die KBV.

Bei den betroffenen zwölf Systemen sei nun zu befürchten, dass die Personalienfelder der Formulare nicht korrekt bedruckt werden.

Das hätte laut KBV etwa zur Folge, dass die Formulare in Laboren, Apotheken und anderen weiterverarbeitenden Stellen gegebenenfalls nicht akzeptiert würden. Ebenso seien Probleme mit fehlerhaften Abrechnungen zu erwarten. (reh)

Hier finden Sie die Liste der zertifizierten Softwaresysteme:tinyurl.com/lsctjfu

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