Ärzte Zeitung, 26.04.2005
 

Zahl bekannter Erbkrankheiten verzehnfacht

HAMM (dpa). Die Zahl der bekannten genetisch bedingten Krankheiten hat sich in den vergangenen 35 Jahren verzehnfacht.

Waren 1970 erst 1600 Störungen bekannt, die vererbt werden, gibt es in der Datenbank OMIM™ (Online Mendelian Inheritance in Man) seit kurzem 16 000 Einträge. Darauf weist der Leiter des Nationalen Netzwerks Seltener Krankheiten, Claus Schroeter hin. "Das ist eine direkte Folge der Humangenomprojekte." Beim sehr häufigen Brustkrebs etwa seien mittlerweile 36 Formen bekannt.

In der weltweiten Datenbank OMIM werden genetische Informationen zu Krankheiten zusammengetragen. Solches Wissen kann auch zu besseren Behandlungsmöglichkeiten führen. Manche Wissenschaftler beschränkten sich jedoch zu sehr auf die Diagnostik, so Schroeter.

Internet-Adresse von OMIM: www.ncbi.nlm.nih.gov/Omim

Topics
Schlagworte
Gentechnik (2115)
Krankheiten
Mamma-Karzinom (2485)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Vom Sinn und Unsinn medikamentöser Arthrose-Therapien

Arthrosebeschwerden sind weit verbreitet und nur begrenzt medikamentös behandelbar. Ein Update zur Evidenzlage medikamentöser Therapien wurde nun präsentiert. mehr »

"Gelegenheits-Chirurgie ist nicht akzeptabel"

Die Risiken, direkt im Zusammenhang mit einer Op im Krankenhaus zu sterben, sind in Häusern mit geringen Fallzahlen höher als in spezialisierten Kliniken. mehr »

Diesen Effekt haben Walnüsse auf Lipide

Die Lipidsenkung durch den täglichen Verzehr von Walnüssen stellt sich offenbar unabhängig davon ein, ob man dabei auf Kohlenhydrate oder Fette oder auf beides verzichtet. mehr »