Ärzte Zeitung, 29.03.2012

Sport erhöht die Fruchtbarkeit

NEU-ISENBURG (dk). Athletinnen, die hart trainieren, leiden nicht selten unter Zyklusstörungen. Gegen moderates Training aber scheint die Fruchtbarkeit nichts zu haben - ganz im Gegenteil.

Das hat eine dänische Studie jetzt ergeben (Fertil Steril 2012; online am 16. März). 3628 Frauen mit Kinderwunsch wurden im Rahmen einer internetbasierten prospektiven Kohortenstudie unter anderem zu ihrem Freizeitverhalten befragt.

So sollten sie angeben, wie oft und wie stark sie im Durchschnitt pro Woche körperlich aktiv sind.

Wie sehr das Training die Fruchtbarkeit beeinflusste, hing entscheidend vom Körpergewicht ab.

So senkte bei normalgewichtigen Frauen ein sehr intensives Training (etwa flottes Joggen oder schnelles Radfahren) die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, dieser Effekt war jedoch dosisabhängig (≥ 5 h intensives Training / Woche versus kein Training: Fertilitätsrate 0,68, 95% CI 0,54-0,85).

Trainierten normalgewichtige Frauen moderat, wurden sie etwas schneller schwanger als ihre bequemen Geschlechtsgenossinnen (≥ 5 versus < 1 Stunde moderates Training / Woche: Fertilitätsrate 1,18; 95% CI 0,98-1,43).

Für Frauen mit einem BMI > 25 jedoch sah die Situation anders aus: Bei intensivem Training stieg ihre Fruchtbarkeit.

Bis zu zwei Stunden pro Woche durfte das Pensum durchaus herausfordernd sein. Alles, was darüber hinaus ging, erhöhte die Chancen auf ein Kind zwar nicht, verschlechterte diese aber auch nicht.

Quelle: www.springermedizin.de

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