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Aus Stammzellen gezüchtet

Schlagende Herzzellen aus der Petrischale

Forscher haben schlagende Myokardzellen aus Stammzellen gezüchtet und hoffen, damit einen neuen Ansatz bei der Behandlung von Herzinfarkt-Patienten gefunden zu haben.

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Ein Herz in Aquarellfarben: Forscher haben im Labor schlagende Herzmuskelzellen gezüchtet Diese könnten untergegangegenes Herzgewebe ersetzen.

Ein Herz in Aquarellfarben: Forscher haben im Labor schlagende Herzmuskelzellen gezüchtet Diese könnten untergegangegenes Herzgewebe ersetzen.

© undrey / stock.adobe.com

WÜRZBURG. Aus speziellen Stammzellen, die sie bei Mäusen in der Wand der Koronargefäße entdeckt haben, haben Würzburger Forscher um Dr. Subba Rao Mekala unter Kulturbedingungen schlagende Herzmuskelzellen gezüchtet (Circ Res 2018; 123(6):686–699).

Allerdings hätten diese Stammzellen im Falle eines tatsächlichen Infarkts bisher keine Chance, sich wie gewünscht zu Herzmuskelzellen zu entwickeln, berichtet die Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU).

Problem: Zellen funktionieren nicht in Narbengewebe

Der Grund: "In unseren Studien hat sich gezeigt, dass diese Zellen in das Narbengewebe integriert werden und damit ihre Fähigkeit verlieren, sich in Herzmuskelzellen umzuwandeln", wird Studienautor Professor Süleyman Ergün von der JMU in der Mitteilung zitiert.

Trotzdem gäben die Ergebnisse Anlass zu Hoffnung: "Unsere Ergebnisse bieten einen neuen Ansatz, über den man möglicherweise das Verhalten der Stammzellen in der Wand herzeigener Blutgefäße therapeutisch manipulieren und sie somit zur Erneuerung des untergegangenen Herzmuskelgewebes anregen kann", erklärt Ergün.

Sollte es tatsächlich gelingen, die jetzt entdeckten Stammzellen aus den herzeigenen Blutgefäßen rechtzeitig und therapeutisch effektiv zu steuern, würde dies einen enormen Fortschritt in der Behandlung der Herzkreislauferkrankungen bedeuten, sind sich die Wissenschaftler sicher. Gleichzeitig biete dies die Chance, die therapeutischen Kosten dieser Erkrankungen erheblich zu reduzieren.

Noch beschränken sich die Erkenntnisse der Würzburger Wissenschaftler allerdings auf Studien an Versuchstieren und im Labor. Bis sie beim Menschen zum Einsatz kommen können, seien deshalb weitere Studien nötig.

Bisherige Versuche, das bei einem Herzinfarkt zerstörte Herzmuskelgewebe mit Stammzellen zu ersetzen, hätten in den vergangenen Jahren nicht den erhofften Erfolg gezeigt, erinnert die JMU. (eb)

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