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Score und Test

So lässt sich eine Lungenembolie sicher abklären

Eine Lungenembolie kann mit dem Wells-Score und dem D-Dimer-Test diagnostiziert werden - wenn beide kombiniert werden. Das hat ein niederländischer Praxistest gezeigt.

Veröffentlicht:

UTRECHT (rb). Eine Methode, mit der sich Lungenembolien zuverlässig ausschließen lassen sollen, haben niederländische Forscher in der Praxis geprüft und für gut befunden.

Nur 10 bis 15 Prozent der Patienten, die mit Verdacht auf Lungenembolie in die Klinik kommen, haben tatsächlich eine.

Forscher um den Utrechter Allgemeinarzt Geert-Jan Geersing kombinierten in ihrer Validierungsstudie den klinischen Wells-Score mit einer qualitativen D-Dimer-Bestimmung (BMJ 2012, online 4. Oktober).

Der Score setzt sich aus sieben Elementen zusammen, die mit Punkten belegt werden. Als unverdächtig auf Lungenembolie gelten in der Literatur Werte bis höchstens 4 oder unter 2.

Für den D-Dimer-Nachweis wurde ein Schnelltest verwendet, der auf Werte über 80 ng/ml mit Farbumschlag reagiert.

Knapp 1000 Menschen an Studie beteiligt

An der Studie beteiligten sich 300 Allgemeinärzte und 598 Patienten mit Verdacht auf Lungenembolie. Bestätigt wurde der Verdacht bei 73 Patienten (12,2 Prozent).

Mit Wells-Score bis höchstens 4 plus negativem D-Dimer-Test wurden 272 der 598 Patienten als Gruppe mit niedrigem Risiko klassifiziert (45,5 Prozent).

Von diesen hatten vier dennoch eine Embolie - die Rate falsch negativer Ergebnisse betrug somit 1,5 Prozent.

Die Sensitivität dieser Kombination erreichte 94,5 Prozent, die Spezifität 51 Prozent. Nahm man einen Wells-Score über 2 als Richtwert, sank die Fehlerquote zwar auf 1,2 Prozent, aber nur noch 168 Patienten wurden als gering gefährdet eingestuft (28,1 Prozent). Während die Sensitivität auf 97,3 Prozent stieg, sank die Spezifität auf 31,6 Prozent.

Die Autoren plädieren für die höhere Schwelle: Ein Wells-Score bis 4 plus negativer Dimer-Test könne eine Lungenembolie in der Praxis sicher ausschließen.

Quelle: www.springermedizin.de

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