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Modul: Kutane Alarmzeichen als Hinweise auf AIDS

Ärzte Zeitung online, 22.11.2018

RKI

Weniger HIV-Neuinfektionen in Deutschland

Rund 86.000 Menschen in Deutschland sind HIV-positiv, schätzt das RKI. Die Zahl der Neuinfektionen ist 2017 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Weniger HIV-Neuinfektionen in Deutschland

HIV-positiv: Rund 2.700 Bundesbürger haben sich im vergangenen Jahr neu mit dem HI-Virus angesteckt, schätzt das RKI.

© amphotora / Getty Images / iStock

BERLIN. Im vergangenen Jahr haben sich laut Robert Koch-Institut (RKI) weniger Menschen in Deutschland mit HIV angesteckt als zuvor.

Die Zahl der Neuinfektionen wird auf 2700 geschätzt, ein Rückgang um 210 Fälle im Vergleich zum Jahr 2016 (siehe nachfolgende Grafik). Das berichtet das RKI im Epidemiologisches Bulletin (47/2018).

Die Zahlen zu jährlichen Neuinfektionen werden errechnet, da HIV in vielen Fällen erst Jahre nach der Ansteckung diagnostiziert wird.

Insgesamt lebten Ende 2017 geschätzte 86.100 Menschen in Deutschland mit HIV (siehe nachfolgende Grafik). Das RKI geht von 11.400 Bundesbürgern aus, die noch nichts von ihrer HIV-Infektion wissen.

Spahn will Zahl der Neuinfektionen weiter senken

Die neuen Zahlen zu den HIV-Neuinfektionen wertet Bundesgesundheitsminister Jens Spahn positiv: „Dank der erfolgreichen Präventionsarbeit und der guten Behandlungsmöglichkeiten gehört Deutschland bereits zu den Ländern mit den niedrigsten HIV-Neuinfektionsraten in Europa. Aber der Kampf gegen HIV und Aids ist damit noch lange nicht vorbei. Wir wollen die Zahl der Neuinfektionen weiter senken!“

Helfen sollen dabei die HIV-Selbsttests, die seit Oktober 2018 frei verkauft werden und die im Terminservice- und Versorgungsgesetz enthaltene Regelung, wonach Menschen mit einem erhöhten HIV-Infektionsrisiko einen Anspruch auf Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) bekommen.

„Deutschland will seinen Beitrag leisten, HIV und Aids endgültig zu besiegen“, teilte Spahn am Donnerstag mit.

Aids-Hilfe: Wegweisender Rückgang

Der Rückgang der HIV-Neuinfektionen sei wegweisend, betonte die Deutsche Aids-Hilfe. „Wir verdanken diesen Erfolg einer Kombination aus konsequenter HIV-Prävention und medizinischen Fortschritten. Indem wir weitere Lücken schließen, könnten wir noch mehr Menschen eine HIV-Infektion ersparen. Die Möglichkeiten sind so gut wie nie!, sagte Vorstand Sven Warminsky in einer Mitteilung.

RKI-Präsident Lothar H. Wieler sieht die Gründe für sinkende Zahl der HIV-Neuinfektionen in der effektiven und frühen Behandlung nach der Diagnose, im Ausbau zielgruppenspezifischer Testangebote und in der gestiegenen Testbereitschaft der Betroffenen begründet. (dpa/ths)

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