Ärzte Zeitung, 04.11.2010

Mit Zuckermolekülen tödliche Viren eliminiert

LEUVEN (ple). Eine tödlich verlaufende Infektion mit Mengoviren lässt sich im Tierversuch durch Behandlung mit einer Polysaccharid-Mischung bei mehr als 90 Prozent der Tiere verhindern (J Leukocyte Biol 2010; 88: 1017).

Wie belgische Wissenschaftler herausgefunden haben, werden durch die Zuckermoleküle mit der Bezeichnung COAM (chlorite-oxidized oxyamylose) offenbar massenhaft neutrophile Granulozyten zum Ort der Infektion gelockt, die schließlich die Viren eliminieren. Die Forscher hoffen, damit auch Infektionen mit Ebola-, Lassa- oder Marburg-Viren stoppen zu können.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Herpes-Viren unter Alzheimerverdacht

Die Virus-Hypothese erhält neue Nahrung: Eine immunschwächende Aktivität der Herpesviren könnte Alzheimer befeuern, so eine Studie. mehr »

Das alles muss das Verarbeitungsverzeichnis enthalten

Zur Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung müssen Arztpraxen ein "Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten" anlegen. Was darin alles aufgeführt werden muss, fassen zwei Medizinrechtler zusammen. mehr »

Übermüdete Teens oft adipös und hyperton

Sowohl zu kurzer als auch schlechter Schlaf erhöht bei Jugendlichen das kardiometabolische Risiko. In der bisher größten Studie zum Thema wirkten sich entsprechende Defizite negativ auf Taillenumfang, Blutdruck und Lipide aus. mehr »