Ärzte Zeitung, 30.01.2008

Wenig Interesse an Impfaktion in Kölner Schulen

KÖLN (ado). Die Impfkampagne des Landes Nordrhein-Westfalen gegen Masern ist in Köln schlecht angelaufen. An zwölf ausgewählten weiterführenden Schulen hat lediglich ein Drittel der Schüler den Impfpass abgegeben.

"Wir haben mit einer deutlich höheren Beteiligung gerechnet", sagt Wolfgang Klier, Sprecher des Gesundheitsamts Köln. Etwa 1000 Schüler erhielten eine Impfempfehlung des Amtes. Nur 133 folgten diesem Rat.

"Die Logistik der Impfkampagne war gut, leider war der Rücklauf der Schulen schlecht", beklagt Klier. Innerhalb von zwei Wochen konnten die Schüler ihren Impfpass an den Schulen abgeben. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes prüften die Pässe und richteten einen Impftag an den Schulen ein. Ursachen für die geringe Beteiligung sieht Klier in der kurzen Vorlaufzeit der Aktion.

Die Bedeutung der Impfungen müsste auch thematisch im Unterricht vorbereitet werden. Die zweite Phase der Kampagne soll im Februar nach dem gleichen Prinzip ablaufen. Bis Ende März möchte das Amt ein Fünftel der 120 000 Schüler in Köln erreichen. Ab dem neuen Schuljahr will es regelmäßig die fünften Klassen überprüfen.

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