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Autismus-Impfstreit beendet

Veröffentlicht:

LONDON (dpa). Das britische Medizinjournal "The Lancet" hat eine umstrittene Studie zu einem vermeintlichen Zusammenhang zwischen der Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR) und Autismus widerrufen. Entgegen den Ergebnissen einer früheren Untersuchung habe sich herausgestellt, dass mehrere Teile der Studie inkorrekt seien, teilte das Fachjournal mit.

Die 1998 veröffentlichte Arbeit werde daher vollständig zurückgezogen. Die Mehrzahl der Autoren hatte sich bereits vor fünf Jahren von den Schlussfolgerungen der Studie distanziert. Die Arbeit hatte bei zwölf britischen Kindern einen Zusammenhang zwischen Darmentzündungen und Entwicklungsstörungen wie Autismus untersucht. Dabei wurde ein Zusammenhang mit der MMR-Impfung angedeutet.

Keine folgende Studie konnte einen solchen Zusammenhang bestätigen.Dennoch sank in der Folge die Impfbereitschaft in Großbritannien und in anderen Ländern teils stark. Für das Ziel der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Masern in Europa auszurotten, bedeutete dies einen herben Rückschlag. Masern sind - vor allem in Entwicklungsländern - eine der führenden Todesursachen bei kleinen Kindern.

Lesen Sie dazu auch: Kein Hinweis auf Autismus-Anstieg durch Impfung Keine Verbindung von Impfen und Autismus Impfungen Ursache allen Übels? Nicht Impfungen, die Gene führen zu Autismus

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