Ärzte Zeitung, 25.10.2012

Influenza

PEI ruft Impfstoffe zurück

Ausflockungen im Grippeimpfstoff: Das Paul-Ehrlich-Institut hat die Freigabe von einigen Vakzin-Chargen zurückgerufen - als Vorsichtsmaßnahme.

Rückruf für Chargen zu Grippevakzinen

Grippeimpfung mit einer Novartis-Vakzine: Das Unternehmen ruft einige Chargen zurück.

© Novartis Vaccines

NEU-ISENBURG (ikr). Die Auslieferung von zwei Grippe-Impfstoffen des Schweizer Pharmakonzerns Novartis ist laut Nachrichtenagentur dpa in mehreren Ländern wegen des Verdachts auf Verunreinigungen gestoppt worden.

Die Situation für Deutschland: Zur Risikovorsorge hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Freigabe von vier Chargen des Grippe-Impfstoffs Begripal® mit den Chargennummern 126201, 126102A, 126101, 126202A, und einer Charge des Impfstoffs Fluad® mit der Chargennummer 128902 zurückgenommen, teilt das PEI mit.

Novartis habe sich bereit erklärt, diese Chargen unverzüglich zurückzurufen. Die Maßnahme diene dem Schutz der Patienten vor möglichen Nebenwirkungen, die nach Verabreichung von Impfstoffen, die Ausflockungen zeigen, auftreten könnten.

Solche Ausflockungen seien in Deutschland bei den genannten Impfstoffen bisher nicht beobachtet worden; zurückgerufen würden aber jene Chargen, bei deren Produktionsvorstufen solche Ausflockungen aufgefallen sind.

Mehr Infos auf: www.pei.de

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[25.10.2012, 22:55:12]
Dr. Klaus Weiner 
Impfstoffrückruf sollte Rabattverträge überdenken lassen
Die Rückrufaktion ist notwendig und folgerichtig,zeigt sie doch,wie verantwortungsvoll man mit Imfstoffen umgeht.Bedauerlich ist jedoch,dass nach der desaströs unprofessinell geführten Debatte um den Schweinegrippeimpfstoff,der guten Sache erneut Schaden entsteht.Die Häme halbwissender selbsternannter "Experten" ist mit Händen zu greifen.Darüber hinaus ist der dadurch verschärfte Impfstoffmangel ein Lehrstück,zu welchen Verwerfungen die Rabattvereinbarung der Krankenkassen führen können. zum Beitrag »

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