Ärzte Zeitung, 01.09.2016

Impfungen

Engpass bei Basisimpfstoff für Kleinkinder

LANGEN/BERLIN. Der Impfstoff Infanrix® gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (DTaP) zur Grundimmunisierung ab dem 3. Lebensmonat bis zum 6. Lebensjahr ist bis Anfang 2017 nicht lieferbar, berichtet das Paul-Ehrlich-Institut in Langen.

Die STIKO empfiehlt alternativ eine Impfung mit einem der beiden sechsvalenten Impfstoffe (DTaP-IPV-Hib-HepB), Infanrix Hexa® oder Hexyon®, die beide bis einschließlich des Kleinkindalters zugelassen sind. Angemerkt wird: Zur Grundimmunisierung gegen Hib reicht ab dem Alter von 12 Monaten eine Impfstoffdosis aus.

Trotzdem können die Fünf- oder Sechsfachimpfstoffe DTaP-IPV-Hib(-HepB) weiter verwendet werden, wenn dies zur Komplettierung der übrigen Impfungen zweckmäßig ist.

Negative Auswirkungen aufgrund der überzähligen Hib-Impfstoffdosen sind nicht zu befürchten.Wird eine mit Infanrix® begonnene Impfserie mit einem höhervalenten Impfstoff fortgesetzt, ist darauf zu achten, dass die für eine vollständige Grundimmunisierung vorgesehene Anzahl von Impfstoffdosen gegen Polio und Hepatitis B ggf. mit Einzelimpfstoffen komplettiert wird. Hierbei sind jeweils die Mindestabstände zur vorangegangenen Impfstoffdosis zu beachten. (eb/eis)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

So stark ist die Macht des ärztlichen Wortes

Ärztliche Überzeugungsarbeit macht Therapien wirksamer. Umgekehrt können unbedachte Äußerungen dem Patienten schaden. Etliche Studien belegen diese Placeboeffekte. mehr »

Weiterhin Unklarheit zu Bewertungsportalen

Das Recht auf Informationsfreiheit auf der einen Seite, das Recht auf freie Berufsausübung auf der anderen – der Bundesgerichtshof hat zur Löschung von Einträgen bei Arztbewertungsportalen verhandelt. mehr »

Das sind die Folgen eines Kaiserschnitts

Die Zahl der Kaiserschnitte nimmt seit einigen Jahren weltweit zu. Das hat für Mütter und Babys Vor- und Nachteile. Welche das sind, haben Wissenschaftler zusammengefasst. mehr »