Ärzte Zeitung, 25.11.2009

Frage im Schweinegrippe-Forum


Schweinegrippe: Zwei Impfdosen bei Immunsuppression?

Ein Kollege fragt: Gibt es Empfehlungen, ob Patienten unter Immunsuppressiva - wie Therapie mit Methotrexat, Interferon, Qensyl oder höheren Cortisondosen - eventuell auch zweimal gegen Schweinegrippe geimpft werden sollen? Bei den Patienten ist doch wahrscheinlich eine geringere Antikörper-Antwort zu erwarten.

Dr. Jan Leidel: Es gibt zu dieser Frage meines Wissens keine klaren Empfehlungen. Ihre Überlegungen sind natürlich zutreffend. Da es sich um einen Totimpfstoff handelt, ist die Immunsuppression keine Kontraindikation.

Ob das Adjuvans bei Betroffenen trotz der Immunsuppression zu einer ausreichenden Antikörperantwort führt, muss eher bezweifelt werden. Aus meiner Sicht spricht aber auch nichts gegen eine zweite Impfung im Abstand von mindestens drei Wochen. Die Zulassung sieht das ja ausdrücklich vor.


Weitere Fragen im Schweinegrippe-Forum:
Chronisch kranke Kinder bevorzugt gegen impfen?
Fördert Adjuvans ALS und MS?
Impfung nach ausgeheilter Krankheit mit Fieber?
Was tun bei starker Eiweiß-Allergie?

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