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Restless Legs können auf Eisenmangelanämie beruhen

WIESBADEN (ars). Patienten mit einem Restless-Legs-Syndrom (RLS) kommen meist wegen starker Schlafstörungen zum Arzt. Vor einer dopaminergen Therapie bei RLS-Patienten sollte aber das Serum-Ferritin überprüft werden. Denn niedrige Ferritinspiegel können die Beschwerden verstärken.

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Viele Patienten mit RLS haben sich jahrelang beholfen durch Hin- und Hergehen, Auf- und Abwippen, Beine aus dem Bett hängen lassen, kalte Umschläge, Kratzen, Beinstrecken oder Einreiben mit Franzbranntwein. Darauf hat Privatdozentin Ilonka Eisensehr aus München auf einer Veranstaltung des Unternehmens Boehringer Ingelheim in Wiesbaden hingewiesen.

Differentialdiagnostisch abzuklären ist das RLS gegen Polyneuropathien, die anders als das RLS tags gleich ausgeprägt sind wie nachts, ferner gegen Beinkrämpfe, die Neuroleptika-induzierte Akathisie und den proprio-spinalen Myoklonus, also Zuckungen, die beim Einschlafen auftreten und von der Körpermitte ausgehen. "Dabei ist zu bedenken, daß beim RLS nicht immer beide Beine zugleich erkrankt sein müssen, die Beschwerden können auch einseitig vorkommen", sagte die niedergelassene Neurologin.

Die Therapie stützt sich auf drei Säulen: L-Dopa-Präparate, die einzigen bisher zugelassenen RLS-Medikamente, sind in der Normal-, in der Retard- oder der schnell-löslichen Form bei leichten Beschwerden indiziert. Dopamin-Agonisten, etwa Pramipexol (Sifrol®), helfen in geringen Dosen rasch bei mittleren bis schweren Symptomen. Opiate wie Tilidin, Dihydrocodein oder Fentanyl-Pflaster sind bei schwerem RLS indiziert, vor allem, wenn zugleich ein Schmerzsyndrom vorliegt.

Wie Eisensehr erläutert hat, tritt ein sekundäres RLS gehäuft nach einer Spinalanästhesie auf, bei Niereninsuffizenz, Eisenmangelanämie oder Schwangerschaft. Einer Schwangeren mit leichten RLS-Beschwerden verordnet Eisensehr Magnesium, mit mittelstarken Symptomen Clonazepam oder Tilidin, bei schwerer Beeinträchtigung Buprenorphin.

Besonders wichtig ist nach ihren Worten eine Kontrolle des Serum-Ferritins. Zwischen dem RLS und den Ferritin-Spiegeln im Serum besteht ein enger Zusammenhang: Je höher die Ferritin-Werte sind, um so mehr nehmen die Beschwerden ab. Daher sollten die Eisenwerte bei RLS-Patienten nicht nur im Normbereich liegen, sondern leicht darüber.

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