Ärzte Zeitung, 19.07.2007
 

Konsum von Cannabis nimmt deutlich zu

BERLIN (fst). Der Konsum von Cannabis hat nach Auswertung des Epidemiologischen Suchtsurveys 2006 deutlich zugenommen.

Das hat die Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen im Bundestag mitgeteilt. Nach Ergebnissen der Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aus dem Jahr 2004 und dem Epidemiologischen Suchtsurvey haben 3,4 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, das entspricht etwa 1,6 Millionen Menschen, in den letzten 30 Tagen mindestens einmal Cannabis konsumiert.

Fast täglich - dabei wird pro Jahr ein 200-maliger Konsum unterstellt - nähmen etwa 400 000 Menschen Cannabis zu sich. Etwa 28 000 Menschen seien als Folge des Missbrauchs von Cannabis in Behandlung.

Die Zahl der Konsumenten habe jüngst weiter zugenommen, schreibt die Regierung unter Verweis auf neue Zahlen des Suchtsurveys 2006. Allerdings seien diese Daten noch nicht abschließend ausgewertet.

Die jüngsten Zahlen über die Prävalenz bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen stammen aus dem Jahr 2004. Danach haben in der Gruppe der 16- bis 19-Jährigen 36 Prozent Erfahrungen mit Cannabis, bei den 20- bis 25-Jährigen waren es 44 Prozent.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Progesteron-Gel kann Frühgeburt vermeiden

Sinkt der Progesteronspiegel in der Schwangerschaft zu früh, verursacht das wohl eine vorzeitige Wehentätigkeit und Geburt.Einige Frauen schützt eine vaginale Hormonapplikation davor. mehr »

Statine mit antibakterieller Wirkung

Die kardiovaskuläre Prävention mit einem Statin schützt möglicherweise auch vor Staphylococcus-aureus-Bakteriämien. Das hat eine dänische Studie ergeben. mehr »

Das steht in der neuen Hausarzt-Leitlinie Multimorbidität

Die brandneue S3-Leitlinie Multimorbidität stellt den Patienten als "großes Ganzes" in den Mittelpunkt – und gibt Ärzten eine Gesprächsanleitung an die Hand. mehr »