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Sport zur Fraktur- und Sturzprävention

Mit Ausdauersport mehr Beinkraft und Gangsicherheit

Nicht nur eine gesunde Ernährung, sondern auch regelmäßige körperliche Aktivität schützt die Knochen.

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Sportarten wie Radfahren eignen sich zum Schutz der Knochen.

Sportarten wie Radfahren eignen sich zum Schutz der Knochen.

© Foto: Monkey Businesswww.fotolia.de

Muskuläres Training stimuliert nicht nur den Muskel-, sondern auch den Knochenstoffwechsel, so dass die Knochenmasse erhalten werden kann. Um die Knochenmasse an der Wirbelsäule und am Schenkelhals zu erhalten, eignet sich vor allem Krafttraining zur Stärkung der Rücken- und Oberschenkelmuskulatur.

Auch Ausdauersport hält Dr. Michael Pfeifer aus Bad Pyrmont für sinnvoll. Denn dadurch werde nicht nur die Muskulatur gestärkt, sondern der gesamte Stoffwechsel einschließlich des Knochenstoffwechsels aktiviert. Besonders geeignet zum Schutz der Knochen sind Sportarten mit aufrechter Bewegung wie Wandern, Walking und Seilspringen, aber auch Radfahren.

Für ältere Menschen hat Körpertraining noch einen weiteren Nutzen: Es fördert die Gangsicherheit und trägt somit zur Vermeidung von Stürzen bei. Das gelingt, indem die Muskulatur gestärkt wird und die Koordinationsfähigkeit sowie die Fähigkeit, das Gleichgewicht zu halten, verbessert werden. Osteoporose-Patienten lernen dadurch außerdem, sich im Alltag so zu bewegen, dass sie keine Schmerzen provozieren.

Bereits einfache Wirbelsäulengymnastik erhöht die Beinkraft bei Frauen in der Postmenopause deutlich. Mit Wirbelsäulengymnastik plus Vibrationstraining, etwa mit einer motorbetriebenen Wippe, oder Krafttraining nimmt die Kraft der Beinstrecker noch stärker zu. Dadurch lässt sich das Sturzrisiko und somit auch das Frakturrisiko senken. Auch Koordinations- und Gleichgewichtstraining, zum Beispiel mit Wackelkissen, mindern das Sturzrisiko. Als günstig hat sich für ältere Menschen auch Tai Chi erwiesen. Die Patienten lernen dadurch, das Gleichgewicht besser zu halten und stürzen seltener, so der Experte.

Bei Osteoporose-Patienten, die bereits Wirbel- oder Extremitäten-Frakturen hatten, sind Sturzvermeidung mit Koordinations- und Gleichgewichtstraining sowie der Erhalt von Mobilität und Selbstständigkeit vorrangig. (ikr)

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