Ärzte Zeitung online, 15.01.2015

Vorsorgeuntersuchung

Nur jedes sechste Schulkind nimmt teil

Die Hemmschwelle, ihre Kinder zu Vorsorgeuntersuchungen zu bringen, ist bei Eltern groß. Das legt eine neue Analyse der KKH Kaufmännischen Krankenkasse nahe.

PIRNA. Vorsorgeuntersuchungen werden im Grundschul- und Jungendalter kaum in Anspruch genommen: Nur jedes sechste Schulkind geht zur Vorsorge, bei den 16- bis 17 Jährigen nimmt bloß ein Prozent die vorbeugende Untersuchung beim Arzt wahr. Das ergab eine Auswertung der Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse.

Lediglich 15 Prozent der KKH-Versicherten in der entsprechenden Altersgruppe beanspruchen die Untersuchungen U10 (7- bis 8-Jährige) und J1 (12- bis 14-Jährige), heißt es in der Mitteilung der Kasse. Zur U11 (9- bis 10-Jährige) würden nur 13 Prozent gehen und die J2 (16- bis 17-Jährige) werde von lediglich einem Prozent wahrgenommen.

"Es ist Besorgnis erregend, dass Vorsorgeuntersuchungen von nur so wenigen Kindern und Jugendlichen genutzt werden", sagt Thomas Große von der KKH Kaufmännische Krankenkasse in Pirna. Dabei übernimmt die KKH im Regelfall die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen von der Geburt bis zum 17. Lebensjahr, heißt es. (eb)

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Hausarztverträge im Visier des BVA

Das Bundesversicherungsamt duldet Chronikerpauschalen in bisheriger Form nicht mehr. Bis Ende August müssen Kassen Verträge anpassen. Hausärzte-Chef Weigeldt ist vergrätzt. mehr »

Reiseimpfungen – Welcher Schutz ist nötig?

Egal, wohin die Reise geht, die Basisimpfungen sollten vorhanden sein. Doch auch 2018 gibt es für einige Länder spezielle Empfehlungen. mehr »

IQWiG hinterfragt Darmkrebs-Screening

Der aktuelle Rapid Report des IQWiG kommt ebenso wie der Abschlussbericht von 2013 zu dem Fazit: Der Nutzen des Screenings bei unter 55-Jährigen mit einem familiären Risiko für Darmkrebs ist unklar. mehr »