Kommentar

Entwarnung für die Telemedizin

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

An der Telemedizin wird kein Weg vorbeiführen, um die Versorgung in ländlichen Regionen langfristig sicherzustellen, erwarten viele Experten. Auch in städtischen Regionen kann die Fernüberwachung zur besseren Versorgung von Risikopatienten beitragen.

Dennoch sehen viele Hausärzte die Telemedizintrends mit Skepsis. Sie fürchten, dass die neue Technik sich negativ auf das Arzt-Patienten-Verhältnis und auf ihre Behandlungsstrategien auswirken könnte oder dass sie sogar Patienten an die Telemediziner verlieren.

Eine neue Studie legt nah, dass diese Sorgen unbegründet sind. Nach einer Untersuchung des Instituts Arbeit und Technik wird die technisch basierte Fernbetreuung sowohl von den Patienten als auch von ihren Ärzten als Ergänzung der bisherigen Behandlung empfunden, nicht als Ersatz.

Es wäre sinnvoll, die Studie in einem nächsten Schritt auf eine breitere Basis zu stellen, vor allem was die teilnehmenden Ärzte betrifft. Wenn sich die positiven Ergebnisse verstetigen, könnte das zu einer höheren Akzeptanz der Telemedizin bei niedergelassenen Haus- und Fachärzten führen.

Sie ist unerlässlich, damit auf Dauer viele Patienten vom Potenzial der neuen Techniken profitieren können.

Lesen Sie dazu auch: Trotz Telemedizin: Hausarzt bleibt die Nummer Eins

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Digitale Gesundheitsanwendungen

Regulierungen machen es den DiGA schwer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Videosprechstunden bieten Ärzten und Patienten mehr Flexibilität.

© KRY

Videosprechstunde

Mit Telemedizin zu neuen Patienten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: DMS Digital Medical Supply Germany GmbH
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

KV Thüringen

Akutpraxis in Gera: Praxismodell gegen den Ärztemangel

Systematisches Review

Kortikosteroide bei schwerer Pneumonie wahrscheinlich nützlich

Lesetipps
Nie wieder spritzen? Small Molecules wie Orforglipron (C48H48F2N10O5) haben viele Vorteile gegenüber herkömmlichen Inkretinmimetika, etwa orale Einnahme, leichtere Lagerung und niedrigere Kosten.

© Kassandra / stock.adobe.com

Innovative Diabetestherapie

Nicht-peptidische GLP-1-Rezeptoragonisten am Start

Eine Frau fässt sich mit den Händen an die Brust

© Art_Photo / stock.adobe.com

Unterschiede der Geschlechter

Herzinfarkte und Ischämie bei Frauen: Was ist wirklich anders?