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Krebs

Insolvenz der Ionen-Therapieanlage in Marburg abgewendet

Die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH ist neue Betreiberin des MIT.

Veröffentlicht:

MARBURG. Der weitere Betrieb des Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrums (MIT) ist sichergestellt und ein drohendes Insolvenzverfahren abgewendet.

Bis zum 31. Juli erfolgte der Betrieb der Anlage durch das Universitätsklinikum Heidelberg, das technische Personal wurde durch die eigens gegründete Marburger Ionenstrahl-Therapie Betriebs-Gesellschaft gestellt. Diese hatte im Herbst vergangenen Jahres jedoch Insolvenz angemeldet. Daraufhin übernahm der Minderheitsgesellschafter Rhön-Klinikum AG den Geschäftsanteil des Uniklinikums Heidelberg und wurde damit Alleingesellschafter.

Laut Mitteilung des hessischen Umweltministeriums wurde zum 1. August dieses Jahres die rechtliche und technische Übergabe der Anlage durch das Universitätsklinikum Heidelberg an das Universitätsklinikum Marburg vollzogen.

Zuvor hatte das Ministerium als strahlenschutzrechtlich zuständige Genehmigungsbehörde dem Universitätsklinikum Gießen und der Marburg GmbH die erforderlichen Genehmigungen nach Strahlenschutzgesetz für den Betrieb der Ionentherapieanlage in Marburg erteilt. Nach einigen technischen Überprüfungen sei jetzt auch der Patientenbetrieb wiederaufgenommen worden.

Durch die vollständige Übernahme der Gesellschaftsanteile der Betriebs-Gesellschaft seitens der Rhön-Klinikum AG konnte das drohende Insolvenzverfahren abgewendet werden.

Seit Oktober 2015 wurden im MIT laut Mitteilung rund 800 Patienten erfolgreich strahlentherapeutisch behandelt. Eingesetzt wird die Bestrahlung, durch hochenergetische Protonen und Kohlenstoff-Ionen, vor allem bei Tumoren, die in der Nähe von Risikostrukturen angesiedelt sind und deshalb mit konventionellen Therapieansätzen meist nicht behandelt werden können. Diese Form der Strahlentherapie, bei der das gesunde Gewebe geschont wird, gibt es in Deutschland nur an wenigen Standorten. (mu)

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