Ärzte Zeitung, 01.02.2010

Politik wartet auf Vorschläge für Ranglisten

BERLIN (ger). Wenn Ärzte eine Beschneidung des Leistungskatalogs in der Gesetzlichen Krankenversicherung fordern, um das Ausgabenwachstum zu begrenzen, dann sollen sie auch eigene Ideen dafür einbringen. Das hat Bundestagsmitglied und Gesundheitsexperte Dr. Rolf Koschorrek (CDU) auf der 16. Netzkonferenz vor rund 200 Vertretern von Arztnetzen in Berlin gefordert.

In der Debatte um die Priorisierung von Leistungen hat die Bundesärztekammer bisher eher die Politiker in der Pflicht gesehen. Auf der von UCB Schwarz Pharma organisierten Konferenz zur Situation von Praxisnetzen in der aktuellen gesundheitspolitischen Diskussion drehte Koschorrek, der Obmann der CDU-Fraktion im Gesundheitsausschuss des Bundestages ist, den Spieß um: "Kommen Sie mit konkreten Vorschlägen", sagte Koschorrek, als ein Arzt in der Diskussion forderte, an den Leistungskatalog heranzugehen, um die Finanzierungsprobleme in der GKV zu lösen.

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