Kommentar – Eröffnung

Hauptstadtkongress leistet Überzeugungsarbeit

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Schmerzmittel, die via Drohne transportiert werden, Skypen mit dem Arzt aus dem eigenen Krankenbett: Wenn dann noch die Kassen bereit sind, jedem Versicherten einen Pflege-Roboter zu spenden, wäre alles perfekt. Das sind die Vorstellungen junger Berliner Gymnasiasten, zusammengetragen zu Beginn des am Dienstag eröffneten Hauptstadtkongresses (HSK).

Wenngleich mit lautem Beifall bedacht, bleibt in puncto Realisierung noch ein bisschen Luft nach oben. Das wurde auch in der Diskussionsrunde mit den wissenschaftlichen Leitern des HSK deutlich. Tenor: „Erklär‘ mir den Sinn, warum Digitalisierung für mich gut ist und mich bei meiner Arbeit entlastet, dann denk ich über meine Vorbehalte nach.“ Überzeugungsarbeit ist ein probates Mittel, will man Tempo aufnehmen, wie es der Gesundheitsminister auch mit seinem Vorschlag für ein „Digitales Versorgungs-Gesetz“ (DVG) fordert.

Ansagen wie der nach freier Fahrt für alle Daten von allen Bürgern erschrecken da ein wenig, wie sie von Professor Roland Eils vom Berliner Institut für Gesundheitsforschung erhoben werden. Klar doch: alles freiwillig. Es könnte schwierig werden, den Geist wieder in die Flasche zu bekommen.

Lesen Sie dazu auch: HSK-Eröffnung: Schmerzmittel per Drohne, Roboter auf Kassenkosten

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