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Leitartikel zur HPV-Impfung

Auch Jungen würden profitieren, doch der Schutz ist teuer

Sollen nicht nur Mädchen und Frauen gegen humane Papillomviren (HPV) geimpft werden, sondern auch Jungen und Männer? Das wird seit Einführung des Impfstoffs diskutiert. Strittig ist vor allem die Frage, ob das Geld dafür gut angelegt wäre.

Dr. Robert BublakVon Dr. Robert Bublak Veröffentlicht:
Mädchen und Jungen sind gleichermaßen mit humanen Papillomviren (HPV) durchseucht.

Mädchen und Jungen sind gleichermaßen mit humanen Papillomviren (HPV) durchseucht.

© Fotowerk / fotolia.com

In Deutschland wird die HPV-Impfung allen Mädchen von 12 bis 17 Jahre empfohlen. Zwar ist der quadrivalente Impfstoff Gardasil gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 auch für Jungen ab neun Jahren zugelassen. Eine bundesweite Impfempfehlung für Jungen gibt es dafür aber nicht. Nur das Land Sachsen weicht hiervon ab.

Daran, dass die Impfung bei Männern wirkt, besteht nach den Studienergebnissen kein Zweifel (siehe etwa Giuliano A et al. NEJM 2011; 364: 401). Experten auf der 2nd Conference on Controversies in Vaccination in Adults Mitte Februar in München haben das bekräftigt.

Professor Xavier Bosch aus Barcelona verwies bei seinem Impfplädoyer unter anderem auf die hohe Prävalenz von HPV-Infektionen bei Männern. Sie liegt nicht niedriger als bei Frauen und wird je nach Studie auf bis zu 45 Prozent beziffert, mit einem hohen Anteil an Hochrisikotypen.

Im Gegensatz zu Frauen, wo die Prävalenz mit zunehmendem Alter sinkt, bleibt diese Rate bei Männern über die Jahre stabil. Die Daten sprechen dafür, dass die Immunantwort auf natürliche HPV-Infektionen bei Männern schwächer ausfällt als bei Frauen. ...

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