„Tag des herzkranken Kindes“

Corona darf kein Grund sein, dass Kinderherzen leiden!

Eltern sollten nicht die Praxen und Kliniken aus Angst vor SARS-CoV-2 meiden: Die Regierung warnt am „Tag des herzkranken Kindes“ vor schwerwiegenden Folgen ausbleibender Kontrollen und Behandlungen bei Kindern mit Herzproblemen.

Veröffentlicht:
Auch in Corona-Zeiten sollten Eltern und Ärzte Kinderherzen nicht aus dem Blick verlieren.

Auch in Corona-Zeiten sollten Eltern und Ärzte Kinderherzen nicht aus dem Blick verlieren.

© Wojciech Gajda / stock.adobe.com

Berlin. Die Coronavirus-Pandemie darf nicht dazu führen, dass Kinder mit Herzerkrankungen ihre Untersuchungen oder Behandlungen verpassen: Daran erinnert das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zum „Tag des herzkranken Kindes“ am 5. Mai in einer Mitteilung. Die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Herzchirurgin Prof. Claudia Schmidtke, bittet gerade die Eltern, die Termine ihrer Kinder auch jetzt wahrzunehmen.

„Gerade für junge Patienten mit angeborenem Herzfehler ist kontinuierliche medizinische Betreuung überlebenswichtig“, erklärt Schmidtke. Sowohl notwendige Behandlungen als auch Kontrolluntersuchungen dürften nicht aus Angst vor COVID-19 geschwänzt werden, da eine nosokomiale Infektion sehr unwahrscheinlich sei, so die Patientenbeauftragte. Schmidtke verweist auf die strikte Trennung zwischen Patienten mit Coronavirus-Verdacht und Nicht-Infizierten in Kliniken und Praxen.

Laut Mitteilung wird etwa jedes 100. Kind hierzulande mit einem Herzfehler geboren, was diesen zur häufigsten Fehlbildung in Deutschland macht. Neben Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft und den Untersuchungen nach der Geburt gehört auch die Pulsoxymetrie seit 2017 zu den Routineuntersuchungen, um schwere Herzfehler bei Neugeborenen festzustellen. (ajo)

Lesen sie auch
Mehr zum Thema

Bessere Gesundheitsversorgung

Säuglingssterblichkeit in der EU gesunken

Therapie mit Closed loop

Automatisierte Insulingabe wird bei Diabetes Alltagsroutine

Das könnte Sie auch interessieren
Die Niere hält nicht ewig stand

© Astra Zeneca

ckd-erkennen.de

Die Niere hält nicht ewig stand

Anzeige | AstraZeneca GmbH
Was die neuen ESC-Leitlinien bedeuten

© Novartis Pharma GmbH

HFrEF-Basistherapie

Was die neuen ESC-Leitlinien bedeuten

Anzeige | Novartis Pharma GmbH
Neue Erkenntnisse zur Therapie der Herzinsuffizienz

kardiologie.org

Neue Erkenntnisse zur Therapie der Herzinsuffizienz

Anzeige | Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG Deutschland und Lilly Pharma Deutschland
Neue Therapiekonzepte bei chronischer Herzinsuffizienz

kardiologie.org

Neue Therapiekonzepte bei chronischer Herzinsuffizienz

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Durchgerechnet. Um dem hohen GKV-Defizit entgegen zu wirken, plant das Bundesgesundheitsministerium viele Maßnahmen – etwa den Zusatzbeitrag zu erhöhen.

© Wolfilser / stock.adobe.com

Update

Wegen GKV-Defizit

Koalition will Ärzte zur Kasse bitten – die reagieren vergrätzt