Schlafstörungen

Das ganze Schlaflabor wird dem Patienten um die Brust geschnallt

DÜSSELDORF (nsi). Ein Patient schnarcht, am Tag schmerzt ihm häufiger der Kopf. Hat er ein Schlafapnoe-Syndrom? Diese Frage läßt sich mit einem mobilen Schlaflabor beantworten, das am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen entwickelt worden ist. Das Schlaflabor wird dem Patienten um die Brust geschnallt, die Datenübertragung erfolgt drahtlos.

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"Das mobile Schlaflabor ist in erster Linie für die Anwendung bei niedergelassenen Ärzten gedacht", so Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Mörsdorf, der das Gerät mitentwickelt hat, zur "Ärzte Zeitung". Neu sei, daß das Gerät die gemessenen Daten in Echtzeit überträgt und Ärzte sie überall per Internet abrufen können.

Gemessen werden der Sauerstoffpartialdruck (pulsoxymetrisch), die Pulsfrequenz, der Atemfluß und die Atmungsanstrengung. Außerdem wird die Körperlage bestimmt und ein EKG angefertigt. So kann ein Arzt zum Beispiel feststellen, ob der Patient auf eine CPAP-Therapie (continuous positive airway pressure) anspricht. Reicht der Druck bei der CPAP nicht aus, erhält der Patient direkt die Rückmeldung, den Druck zu erhöhen.

"Das Gerät ließe sich so weiterentwickeln, daß die Datenübertragung mit Hilfe des Computers des Patienten erfolgen kann", sagte Mörsdorf. "Das würde Kosten senken und das Gerät für niedergelassene Ärzte auch wirtschaftlich attraktiv machen." Das mobile Schlaflabor wird derzeit an den Universitätskliniken Marburg und Erlangen erprobt.

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