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Kommentar

Die Mär vom Kalziumräuber Kaffee

Eine aktuelle Studie gibt Entwarnung: Keine osteoporotischen Frakturen durch Kaffee.

Von Dr. Elke Oberhofer Veröffentlicht:

Der Streit um das Osteoporoserisiko im Zusammenhang mit Kaffeekonsum wabert seit vielen Jahren hin und her. Wo eine Assoziation mit Frakturen gefunden wurde, wie in der Framingham- oder der Iowa Women's Health Study, war diese allenfalls für große Kaffeemengen gültig.

In der IWHS galt die nicht sehr beachtliche Risikoerhöhung um 35 Prozent nur für Frakturen des Handgelenks und auch nur in der Quintile mit dem höchsten Kaffeekonsum.

Letztlich wundert es nicht, dass das Ergebnis der jüngsten Publikation zum Thema negativ ausfällt. Koffein, das weiß man heute, beeinflusst die Kalziumausscheidung so gut wie nicht, es kann allenfalls in geringem Maße die intestinale Kalziumresorption behindern.

Schon ein, zwei Löffel Milch im Kaffee machen diesen Verlust wieder wett. In der aktuellen Studie aus Schweden erhöhten selbst acht Tassen täglich das Risiko für osteoporotischer Frakturen nicht.

Die Mär vom gefährlichen Kalziumräuber, der Frauenknochen spröde macht, kann man vergessen. Mit ein, zwei, auch drei Tässchen Kaffee täglich machen auch Seniorinnen sicher nichts falsch.

Im Gegenteil: Der Bohnensaft, im Kränzchen genossen, hebt die Laune und schützt möglicherweise sogar vor Depressionen, Lebererkrankungen und Diabetes.

Lesen Sie dazu auch: Entwarnung: Kaffee macht nicht die Knochen schwach

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