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Für Remission bei Rheuma rasch Handeln!

WIESBADEN (hub). "Hit hard and early" - auf die Vorteile dieser Vorgehensweise bei der Therapie von Patienten mit Rheumatoider Arthritis (RA) wird immer wieder hingewiesen. So sollen möglichst gute Remissionsraten erzielt werden. Denn bereits drei Monate nach Beginn der Erkrankung sinken die Chancen der Therapie deutlich.

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"Die Schere bei Patienten mit beginnender Rheumatoider Arthritis geht nach drei Monaten auseinander", sagte Privatdozent Jan Leo Hülsemann von der Medizinischen Hochschule Hannover auf dem Internistenkongreß in Wiesbaden. Danach sinken die Chancen für eine Remission.

Außerdem entwickeln 30 Prozent der Patienten mit einer hochaktiven RA bereits im ersten Jahr der Erkrankung erosive Veränderungen an den Gelenken. Eine hochaktive Form der Erkrankung liegt vor, wenn der Disease Activity Score 28 (DAS 28) über 5,1 liegt. Maximal möglich ist in diesem Score - bei schwerer Erkrankung - ein Wert von neun. Der Score berücksichtigt außer der Zahl der betroffenen Gelenke auch die Ausprägung der Beschwerden.

    Ohne die Hausärzte kann Frühdiagnostik nicht klappen.
   

Wichtig für die frühe Therapie sei die frühe Diagnostik durch Hausärzte, betonte Hülsemann. Er erinnerte daran, daß Schwellungen vor allem der Mittelgelenke der Finger, Morgensteifigkeit und Ruheschmerz deutliche Hinweise auf eine beginnende RA sind.

Nach Angaben des Rheumatologen lassen sich Rheumafaktoren nur bei drei von vier Patienten mit einer RA nachweisen. Durchgesetzt habe sich hier die zusätzliche Bestimmung von Antikörpern gegen zyklische citrullinierte Peptide (anti-CCP). Die Antikörper haben für die Diagnose einer RA eine Spezifität von über 90 Prozent. Die Sensitivität liege wie bei den Rheumafaktoren bei 60 bis 70 Prozent. Allerdings hätten anti-CCP und Rheumafaktoren zusammen eine Sensitivität von 98 Prozent.

Was noch für die anti-CCP-Bestimmung spricht: Sind solche Antikörper bei einer undifferenzierten Arthritis vorhanden, sei der Übergang zu einer Rheumatoiden Arthritis wahrscheinlich, so Hülsemann.

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