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Coronavirus

G7-Staaten verabreden abgestimmtes Vorgehen

Um die Verbreitung des neuartigen Coronavirus 2019-nCoV einzudämmen, wollen die G7-Staaten an einem Strang ziehen.

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Das neuartige Coronavirus 2019-nCoV in einer Illustration.

Das neuartige Coronavirus 2019-nCoV in einer Illustration.

© Centers for Disease Control and Prevention/AP/dpa

Berlin. Vertreter der G7-Staaten haben sich nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums am Montag über Maßnahmen gegen die Coronavirus-Epidemie verständigt.

„Die Minister verabredeten ein so weit als möglich abgestimmtes Vorgehen bei den Reisebestimmungen und Vorsichtsmaßnahmen, bei der Erforschung des neuen Virus und bei der Zusammenarbeit mit der WHO, der EU und China“, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Genauere Inhalte sind bislang nicht bekannt.

„Eine angemessene Reaktion auf das Virus kann nur international und europäisch abgestimmt erfolgen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn laut Mitteilung. Am Dienstag (4. Februar) will sich der CDU-Politiker demnach mit seinen Amtskollegen aus Großbritannien und Frankreich treffen.

Am Montag hatte Spahn sich mit Experten im Robert Koch-Institut (RKI) getroffen, um die Lage in Deutschland zu erörtern. „Gemeinsam mit dem Experten des RKI sowie den Behörden und Ärzten in den Bundesländern arbeiten wir dafür, dass sich das Virus nicht ausbreitet“, twitterte der Minister im Anschluss.

Zwei neue Fälle in Deutschland

Am Montagabend wurden indes zwei neue Coronavirus-Fälle in Deutschland bekannt. Damit ist nun bei zwölf Bundesbürgern nachgewiesen, dass sie sich mit dem neuen Erreger 2019-nCoV angesteckt haben.

In Bayern infizierte sich ein zweites Kind jenes Mannes aus dem Landkreis Traunstein, dessen positiver Befund vergangene Woche bekannt geworden war, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Montagabend unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mitteilte. Der Vater und die beiden Kinder seien in einem stabilen gesundheitlichen Zustand.

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Und noch ein weiterer Mitarbeiter des Autozulieferers Webasto in Stockdorf wurde nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums positiv auf das Virus getestet.

Auch in China wuchs die Zahl der infizierten und an der neuen Lungenkrankheit erkrankten Menschen an. Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Nationale Gesundheitskommission Chinas berichten, sind nun 20.438 Fälle in der Volksrepublik bestätigt (siehe nachfolgende Grafik).

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Chinesische Experten rechnen damit, dass die Coronavirus-Epidemie ihren Höhepunkt erst in 10 bis 14 Tagen erreichen wird.

Unterdessen hat die chinesische Führung Fehler im Umgang mit dem neuen Coronavirus eingeräumt. Wie die BBC meldet, hat der Ständige Ausschuss des Politbüros der Kommunistischen Partei Chinas kritisiert, dass auf den Start des Ausbruchs mangelhaft reagiert wurde.

Den Angaben zufolge forderte das Gremium, dass das Notfallmanagement verbessert werden müsse. Zudem sei es nötig, strikt gegen illegale Wildtiermärkte vorzugehen. Auf einem Fischmarkt in der chinesischen Metropole Wuhan, bei dem offenbar auch Wildtiere verkauft wurden, war das Virus das erste Mal aufgetaucht.

Weltweit sind Fälle einer Infektion mit 2019-nCoV in 28 Regionen bekannt – Belgien kam neu hinzu (siehe nachfolgende Tabelle). (dpa/ths)

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