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Geehrt für neuen Ansatz zur Therapie bei Herzinsuffizienz

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NEU-ISENBURG (ple). Für seine Forschungen zur Herzinsuffizienz ist Professor Thomas Thum von der Medizinischen Hochschule Hannover mit dem "Deutschen Pfizer Forschungspreis für Medizin" ausgezeichnet worden. Der mit 8000 Euro dotierte Preis gilt als "Leuchtturm der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft", wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

Thum erforscht die Bedeutung von kleinen Nukleinsäure-Molekülen, den Mikro-RNA-Molekülen, im Herzkreislaufsystem. Diese Mikro-RNA-Moleküle (miRNA) enthalten keine genetische Information, sondern regeln unter anderen die Genaktivität sowie die Proteinsynthese. Weil es etwa 1000 verschiedene miRNA-Moleküle gibt, wird geschätzt, dass sie fast 50 Prozent der Gene im Human-Genom regulieren.

Thum und seine Kollegen konnten zeigen, dass sich durch die Applikation eines miRNAAntagonisten, eines Antagomirs, in Tiermodellen für Herzinsuffizienz die Entstehung von Fibrose verhindern lässt - ein neues Therapiekonzept (Nature 456, 2008, 980). Zudem wurde die Herzfunktion verbessert. Die Versuche haben ergeben, dass sich Antagomirs als neue Therapeutika bei Herzerkrankungen eignen können. Klinische Studien sind in Planung.

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