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Gefäßschäden durch Rauchen sind umkehrbar

DALLAS (ddp). Die schädlichen Auswirkungen des Zigarettenrauchens auf die Blutgefäße sind offenbar zum Teil reversibel: Die bei Rauchern verminderte Elastizität der Arterien nimmt nach mehrjähriger Tabakabstinenz wieder zu, wie Forscher aus Irland bei Bluthochdruck-Patienten belegt haben.

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Die Schlagadern ehemaliger Raucher seien zehn Jahre nach der Entwöhnung so elastisch wie jene von Nichtrauchern. Darauf weisen Dr. Noor Jatoi vom St. James-Krankenhaus in Dublin und seine Kollegen hin (Hypertension 49, 2007, 1).

Sie maßen die Elastizität der Arterien von über 500 Patienten mit hohem Blutdruck und werteten die Rauchgewohnheiten der Studienteilnehmer aus. Kein Teilnehmer war zuvor medikamentös gegen den Bluthochdruck behandelt worden.

Das Ergebnis: Die Arterien der Raucher und derjenigen Patienten, die weniger als zwölf Monate vor Studienbeginn aufgehört hatten zu rauchen, waren im Vergleich zu den Arterien der Nichtraucher deutlich weniger elastisch. Doch je länger die Ex-Raucher ohne Zigaretten lebten, desto weniger waren ihre Gefäße versteift, lautet die gute Nachricht der Forscher. Bei Menschen, die seit mindestens zehn Jahren ohne Rauch lebten, konnten die Wissenschaftler keinen Unterschied mehr feststellen.

Tabakentwöhnung sei unter anderem wegen der positiven Auswirkungen auf die Gefäßwände ein wichtiger Schritt zu erhöhter Lebensqualität, sagen die Forscher. Je früher Raucher von ihrer Sucht abließen, desto besser.

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