Gute Asthma-Therapie macht dauerhaft beschwerdefrei

MÜNCHEN (wst). Eine effektive Asthmatherapie sollte weitestgehende Symptomfreiheit gewähren und die bronchiale Erkrankung unter Kontrolle halten. Beides läßt sich mit andauernder Kombi-Inhalationstherapie mit einem Kortikosteroid und einem lang wirksamen Beta-2-Agonisten besser erreichen als mit einem Kortikosteroid allein.

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Bestätigt wird dies durch aktuelle Studienergebnisse, die Professor Bo Lundbäck aus Stockholm zum Jahreskongreß der European Respiratory Society (ERS) in München vorgestellt hat. An der Studie nahmen 282 Asthmatiker teil. Sie erhielten doppelblind für ein Jahr eine Inhalations-Dauertherapie mit Salmeterol oder Fluticason oder eine fixe Kombination beider Substanzen (Viani®). In der offenen zweijährigen Folgephase konnten die Patienten auf Wunsch oder bei unzureichenden Ergebnissen die Therapie wechseln.

    Kombitherapie mindert auch bronchiale Hyperreagibilität.
   

Von den 229 Patienten, die über die gesamten drei Studienjahre teilgenommen hatten, waren am Ende 73 Prozent auf das Kombinationspräparat eingestellt, 21 Prozent auf Fluticason und lediglich fünf Prozent auf Salmeterol, wie Studienleiter Lundbäck auf einer Veranstaltung des Unternehmens GlaxoSmithKline berichtete. Bei 71 Prozent der Patienten, die mit Fluticason und Salmeterol behandelt wurden, wurde eine anhaltende völlige Beschwerdefreiheit erreicht, aber nur bei 46 Prozent der nur mit Fluticason Behandelten.

Bei den Patienten, bei denen die Asthma-Symptome gut unter Kontrolle gebracht wurden, hatte auch die bronchiale Hyperreagibilität stetig abgenommen. Das ergaben jährliche Provokationstests mit inhalativem Methacholin. Die durchschnittliche Methacholin-Dosis, die nötig war, um ein positives Testergebnis, das heißt eine Abnahme der Einsekundenkapazität (FEV1) um mehr als 20 Prozent zu erzielen, mußte von Jahr zu Jahr angehoben werden.

Sie wurde innerhalb von drei Jahren bei den erfolgreich mit der Kombination behandelten Patienten von anfangs 0,45 mg/ml auf 4,09 mg/ml erhöht und bei den erfolgreich mit der Fluticason-Monotherapie behandelten von 0,52 auf 3,40 mg/ml. Bei rund einem Drittel aller symptomlos gewordenen Patienten erbrachte der Methacholintest nach drei Jahren keine Hinweise mehr auf eine bronchiale Hyperreagibilität.

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