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HIV-Diagnose oft erst in der Schwangerschaft

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NEU-ISENBURG (ikr). Eine HIV-Infektion wird häufig erst in der Schwangerschaft diagnostiziert. Das hat eine Schweizer Studie bei 266 HIV-positiven Schwangeren ergeben (gynäkolgie + geburtshilfe 2010; 6: 10). Bei 67 Frauen (25 Prozent) wurde die Diagnose der HIV-Infektion erst während der Schwangerschaft gestellt. 80 Schwangere (30 Prozent) erlitten Komplikationen nach der 24. Schwangerschaftswoche.

Zu einer Frühgeburt kam es bei 72 Frauen. Als weitere Komplikationen wurden Präeklampsie und Gestationsdiabetes jeweils bei sieben Frauen beobachtet. Als einziger Risikofaktor, der mit einer erhöhten Komplikationsrate assoziiert war, fand sich ein höheres Lebensalter der Schwangeren. Die Daten verdeutlichen die Notwendigkeit des HIV-Screenings bei Schwangeren, kommentiert Professor Tino F. Schwarz aus Würzburg.

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