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Henna-Tattoo kann für schwarzes Haarfärbemittel sensibilisieren

BELFAST (sko). Haare färben kann nicht nur auf dem Kopf für böse Überraschungen sorgen: Denn wer seine Haut zuvor schon mal mit einem Henna-Tattoo verziert hat, könnte eine Sensibilität gegen Paraphenylendiamin (PPD) entwickelt haben, das auch in den Haarfärbemitteln enthalten ist. Schwere allergische Reaktionen können dann die Folge sein.

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Nicht für immer, aber doch für eine gewisse Zeit sollen Pseudo-Tattoos mit Henna halten. Deshalb wird inzwischen häufig "black Henna" verwendet, das außer den Farbpigmenten unter anderem auch PPD zur Steigerung von Farbintensität und Haltbarkeit enthält, wie Dr. Zaid F. Jasim mit Kollegen vom Ulster Hospital in Belfast berichtet (Contact Dermatitis 52, 2005, 116).

Doch durch die lange Verweildauer auf der Haut und die hohe Konzentration der Substanzen ist das Risiko für eine Sensibilisierung erhöht. Was dann im Zuge eines erneuten Allergenkontaktes etwa beim Haarefärben passieren kann, beschreibt Jasim am Fall von zwei Jugendlichen.

Ein 15jährige Junge, der ein Jahr zuvor eine Wärmereaktion auf ein Black-Henna-Tattoo entwickelt hatte, klagte nach dem Färben zunächst nur über eine Rötung des Gesichts. Es folgte ein Anstieg von Temperatur und Leukozytenzahl, schließlich mußte der Junge wegen einer Ateminsuffizienz intubiert werden.

Auch ein 14jähriges Mädchen - sie hatte vor zwei Jahren allergisch auf ein Henna-Tattoo reagiert - brachte der Wunsch nach gefärbten Haaren durch die folgende Schwellung und Rötung des Gesichts ins Krankenhaus. Beide Jugendliche reagierten positiv auf den PPD-Hauttest.

Nach Meinung der Wissenschaftler bedarf es nach diesen lebensbedrohlichen Reaktionen besonderer Aufmerksamkeit auf eine mögliche Sensibilisierung gegen PPD bei Jugendlichen.

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