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Überschwemmungen

In der Dominikanischen Republik häufen sich Leptospirose-Fälle

Karibik-Reisende brauchen Informationen zu Leptospirose. Zur Prävention ist gute Hygiene wichtig.

Von Dr. Sandra VerginProfessor Tomas Jelinek Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. In der Dominikanischen Republik hat es in den ersten drei Monaten dieses Jahres 200 Fälle von Leptospirose gegeben, 20 Menschen sind dabei gestorben. Damit hat sich die Zahl der Erkrankungen in dem Land gegenüber demselben Zeitraum des Vorjahres in etwa verdoppelt und die Zahl der Todesfälle in diesem Zeitraum sogar nahezu verdreifacht, berichtet die International Society for Infectious Diseases. Als Ursache für den starken Anstieg der Fallzahlen werden Überschwemmungen infolge heftiger Regenfälle und damit verbundene Hygieneprobleme angesehen.

Leptospiren, die Erreger der Leptospirose, sind Bakterien von einer gewundenen, schraubenartigen Form. Ihre Verbreitung reicht von den Tropen und Subtropen bis hin zu den gemäßigten Klimazonen. Als Reservoir dienen verschiedene Säugetiere, bevorzugt Nager wie Ratten und Mäuse, die selber nicht erkranken, aber die Erreger über den Urin ausscheiden.

Menschen infizieren sich meist entweder durch den direkten Kontakt mit erregerhaltigem Urin oder den Kontakt Wasser oder Schlamm mit einer kontaminierten Umwelt, wobei die Bakterien über Hautläsionen oder die Schleimhäute in den Körper gelangen. Die Infektiosität in die Umwelt ausgeschiedener Leptospiren bleibt vermutlich über Monate hinweg bestehen. Der Großteil aller Leptospirose-Erkrankungen verläuft mild und ist durch grippeartige Symptome und meist biphasisch auftretendes Fieber gekennzeichnet. Oft treten zudem eine Rötung der Schleimhäute und eine Konjunktivitis auf.

Es sind aber auch Komplikationen wie Meningitis oder Meningoenzephalitis, pulmonale Hämorrhagien oder ein Morbus Weil beschrieben, die mit einer erhöhten Letalität einhergehen. Charakteristisch für den Morbus Weil ist die Kombination aus Ikterus, Nierenversagen und einer Splenomegalie. Patienten mit Leptospirose werden mit Antibiotika behandelt, wobei die Gabe von Doxycyclin bei leichten Krankheitsverläufen und von Penicillin G oder Ceftriaxon bei schweren Krankheitsverläufen empfohlen ist.

Als vorbeugende Maßnahme sollte der Kontakt mit potenziell infizierten Tieren und möglicherweise kontaminiertem Wasser oder Schlamm vermieden werden. Gegebenenfalls ist die prophylaktische Einnahme von Doxycyclin in Erwägung zu ziehen.

Die Autoren arbeiten für das CRM Centrum

für Reisemedizin in Düsseldorf

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