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In immer mehr Urlaubsregionen gibt es Risiken für FSME-Infekte

MÜNCHEN (sto). In Deutschland und weiteren Ländern Europas ist in den vergangenen Jahren die Zahl der gemeldeten Patienten mit Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) stark gestiegen. Wer sich in Risikoregionen in der Natur aufhalten will, dem ist daher zur Impfung zu raten.

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In Deutschland hat die Zahl der FSME-Patienten im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreicht. Dem Robert-Koch-Institut in Berlin wurden 427 FSME-Kranke gemeldet und damit über 50 Prozent mehr als im Jahr 2004. Allein 205 FSME-Patienten wurden in Bayern registriert.

Darüber hinaus sind europaweit neue Risikogebiete für FSME hinzugekommen. In der Schweiz, die vor wenigen Jahren noch nicht zu den FSME-Endemieregionen zählte, wurden im vergangenen Jahr allein bis August 141 FSME-Patienten gemeldet. Im ganzen Jahr 2004 waren es nur 134, wie Professor Tino Schwarz vom Zentrallabor Juliusspital in Würzburg berichtet hat.

Er rät daher, Schweiz-Urlaubern die Impfung anzubieten. FSME kommt dort in den nördlichen Landesteilen in Niederungen unterhalb 1000 Metern vor mit Hauptendemie-Gebieten im oberen Rheintal und in der Zentralschweiz.

Auch in Teilen Österreichs ist das FSME-Risiko weiterhin hoch. Wegen hoher Impfraten in der Bevölkerung gab es lange Zeit nur wenige Patienten. Das hat sich offenbar geändert. 2005 erkrankten 100 FSME-Infizierte, ein Großteil davon in Tirol, so Schwarz bei einer Pressekonferenz von Chiron Vaccines International in München.

Und auch vor dem Rhein als natürliche Grenze mache die FSME nicht mehr halt. Kleinere Risikogebiete gibt es inzwischen im Elsaß und in Lothringen, so Schwarz.

Auch aus dem Norden Europas wird zunehmend über FSME-Erkrankungen berichtet. So wurden vergangenes Jahr an der Südspitze von Norwegen, in Dänemark sowie in Mittel- und Südschweden neue Endemiegebiete entdeckt. Die Gegenden sind bei deutschen Urlaubern sehr beliebt, berichtet Schwarz.

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