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Infarkt: LDL/HDL selten optimal

LOS ANGELES (Rö). Das gängige Therapieziel für das LDL-Cholesterin einzuhalten, bedeutet keinen optimalen Schutz für die Koronarien. Offenbar ist der Zielwert von 100 mg/dl zu hoch. Zudem wird die Bedeutung von niedrigem HDL unterschätzt.

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Beides lässt sich aus einem großen US-Herzinfarkt-Register schließen, das von der American Heart Association finanziert wird (Am Heart J 157, 2009, 111). Für das Register wurden die Daten von 137 000 Patienten ausgewertet, die mit einem Herzinfarkt oder wegen eines Akuten Koronarsyndroms in eine Klinik gekommen waren. Wie üblich, waren bei allen Patienten LDL und HDL bestimmt worden.

Der LDL-Wert betrug im Durchschnitt 105 mg/dl. Hinter diesem Durchschnitt steckt, dass 50 Prozent der Herz-Patienten einen LDL-Wert unter 100 mg/dl hatten, berichtet Dr. Amit Sachdeva von der Universität von Kalifornien in Los Angeles in den USA.

Offenbar wäre für den Schutz vor einem Herzinfarkt das neuerdings empfohlene Ziel von unter 70 mg/dl besser gewesen. Denn bei nur 17 Prozent der Patienten lag der LDL-Wert darunter.

Doch der Fokus auf das LDL genügt offenbar nicht. Denn beim HDL hatten 55 Prozent mit Werten unter 40 mg/dl eindeutig zu niedrige Werte. Ein Wert über 60 mg/dl jedoch, der eindeutig einen Koronarschutz bedeutet, kam nur bei acht Prozent der Patienten vor. Und: zusätzlich ein LDL von unter 70 hatten gerade mal ein Prozent.

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