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Metabolisches Syndrom

Inkontinenz durch Abnehmen vermeiden

Beim metabolischen Syndrom ist Reduktion der Ernährung und vermehrte Bewegung ein Ansatz - auch zur Vermeidung von Folgeerkrankungen wie der Harninkontinenz.

Veröffentlicht:

FRANKFURT AM MAIN. Harninkontinenz gehört zu den Folgeerkrankungen des metabolischen Syndroms. So belegen mehrere Studien, dass das Risiko für Inkontinenz bei adipösen Frauen rund doppelt so hoch ist wie bei normalgewichtigen. Daran wurde beim 79. Seminar des Arbeitskreises Urologische Funktionsdiagnostik in Frankfurt hingewiesen.

Gegen Belastungsinkontinenz helfen Physiotherapie mit Beckenbodentraining, Medikamente wie Duloxetin und bei Versagen der konservativen Optionen eine Implantation von Schlingen und Bändern, erinnert die Akademie der Deutschen Urologen.

Bei Dranginkontinenz kommen vor allem Anticholinergika oder Beta3-Symphatikomimetika infrage. Bei Patienten mit metabolischem Syndrom kann eine Inkontinenz ähnlich wie die Grundstörung durch Lebensstilmodifikationen behandelt werden.

In einer Studie beteiligten sich 338 Frauen mit Inkontinenz entweder an einer sechsmonatigen Änderung des Lebensstils mit Ernährungsumstellung/Diät, körperlichen Übungen und Verhaltensänderungen oder an einem strukturierten Beratungsangebot.

Ergebnis: Die Frauen in der Interventionsgruppe nahmen signifikant mehr ab als die der Kontrollgruppe, und der Gewichtsverlust ging mit einem deutlichen Rückgang der Inkontinenzepisoden (47 Prozent versus 28 Prozent) einher, insbesondere der Belastungsinkontinenzepisoden. (eb)

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