Sportmedizin

Je fitter 60-jährige Männer sind, desto länger leben sie

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WASHINGTON (mut). Zeitlebens sportlich aktiv zu sein, lohnt sich. Das bestätigen Daten einer großen Studie: Wer mit 60 körperlich noch sehr fit ist, bei dem ist die Gefahr, in den folgenden Jahren zu sterben, um 70 Prozent geringer als bei Couch-Potatoes.

Trainieren Senioren regelmäßig, dann verringern sie ihr Risiko für einen frühen Tod drastisch.

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© Foto: AOK-Mediendienst

Das kalendarische Alter ist bei älteren Menschen nicht alleine für die Frage entscheidend, mit wie vielen Lebensjahren sie noch rechnen dürfen. Vielmehr kommt es auf die körperliche Fitness an, so die Ergebnisse einer - was die Größe betrifft - bisher einzigartigen Studie. Ärzte um Dr. Peter Kokkinos aus Washington hatten die Fitness von über 15 600 älteren Männern per Laufband bestimmt. Anschließend hatten sie das Schicksal der Männer bis zu 13 Jahre lang beobachtet (Circulation online).

Die Männer waren zu Beginn der Studie im Schnitt 60 Jahre alt. Gemessen wurde die körperliche Fitness in Metabolischen Äquivalenten (MET). Ein MET entspricht der körperlichen Leistung im Ruhezustand. Gemäß ihrer Fitness wurden die Männer in vier Gruppen unterteilt: Männer, die weniger als 5 MET schafften, Männer mit 5 bis 7 MET, Männer mit 7 bis 10 MET und Männer über 10 MET.

Zum Vergleich: 5 MET entsprechen etwa der Leistung bei gemütlichem Radfahren, 7 MET beim gemütlichen Joggen, 10 MET bei intensivem Jogging (etwa 10 km die Stunde) oder intensivem Radeln (21 bis 24 km die Stunde).

Das Ergebnis: Nach durchschnittlich 7,5 Jahren war ein Viertel der Männer gestorben. Die Sterberate war, auch unter Berücksichtigung von Alter und BMI, bei den fittesten Männern (über 10 MET) um etwa 70 Prozent geringer als bei den leistungsschwächsten (unter 5 MET). Selbst bei Männern, die nur ein wenig fit waren (5 bis 7 MET), war die Sterberate in dieser Zeit um 20 Prozent geringer.

Ein weiteres Ergebnis: Auch ältere Männer mit kardiovaskulären Erkrankungen profitieren deutlich, wenn sie noch fit sind. Erreichten solche Männer zu Studienbeginn eine Leistung von über 10 MET, war die Sterberate immerhin um 58 Prozent geringer als bei kardiovaskulär erkrankten Männern mit einer Leistung von weniger als 5 MET.

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