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Kommentar

Keine falschen Hoffnungen

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:

Mit wachsendem Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung steigt die Zahl der Demenzerkrankungen. Dementsprechend wird verstärkt nach antidementiell wirksamen Behandlungsstrategien gefahndet. Hoffnungen richten sich dabei auch auf die antihypertensive Therapie. Beobachtungsstudien kamen zu dem Ergebnis, dass eine blutdrucksenkende Pharmakotherapie mit einem besseren Erhalt kognitiver Funktionen und einer reduzierten Inzidenz von Demenz assoziiert war. In ihrer Beweiskraft höher einzuschätzende randomisierte Interventionstudien ergeben allerdings noch kein klares Bild: In einigen - Beispiel Syst-Eur-Studie - läßt sich eine präventive Wirkung auf die Demenz-Entwicklung beobachten, in anderen dagegen nicht. Vor diesem Hintergrund ist die Studie der Bostoner Forscher, die jetzt speziell die Angiotensinblocker als potentielle Option für die Demenz-Prophylaxe ins Blickfeld rückt, mit aller Vorsicht zu betrachten. Auch ihre Untersuchung kann nur Assoziationen aufzeigen, nicht aber Kausalität beweisen. Zu denken gibt auch, dass die Kombination Sartan/ACE-Hemmer additive Wirkung gezeigt haben soll - war doch gerade diese Kombination in der ONTARGET-Studie ohne Zusatznutzen geblieben, dafür aber mit mehr Risiken behaftet.

Lesen Sie dazu auch: Seltener Demenz bei Therapie mit Sartanen

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