Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Komasaufen: Die Erklärung fehlt

Anno FrickeVon Anno Fricke Veröffentlicht:

Die Zahl der Rauschtrinker unter den Minderjährigen nimmt ab. Das ist eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass die Alkoholpräventionskampagnen zum Beispiel der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei den Minderjährigen zu greifen beginnen. Bei den 18- bis 25-Jährigen bleibt das riskante Trinken seit Jahren allerdings in etwa gleich weit verbreitet.

Die jüngste Drogenaffinitätsstudie der Bundeszentrale erklärt nicht, warum immer noch erschreckend viele junge Erwachsene ihr Limit missachten und sich ganz bewusst ins Koma saufen.

Ein allzu schnell gefälltes Vorurteil ist, dass junge Menschen mit dem riskanten Trinken automatisch anfangen, sobald sie volljährig sind und, um nur ein Beispiel zu nennen, Clubs besuchen dürfen.

Doch das kratzt nur an der Oberfläche. Wissen wollen wir doch vielmehr, warum der Rausch in allen Schulformen und gesellschaftlichen Schichten gleichermaßen willkommen zu sein scheint. Die Prävention braucht dringend Begleitforschung, um diese Erklärungslücke zu schließen.

Nur die Abgabe von Alcopops einzuschränken oder gleich strikte Verkaufsverbote von Alkohol während der Nachtstunden einzuführen, sorgt vielleicht kurzfristig für Ruhe, löst aber nicht das Problem.

Lesen Sie dazu auch: Kippen bis zum Umkippen bleibt im Trend

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Suchtmedizin: ein spannendes und vielfältiges Betätigungsfeld

© Springer Medizin Verlag GmbH

Suchtmedizin: ein spannendes und vielfältiges Betätigungsfeld

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Hexal AG, Holzkirchen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Schmerzen im Unterleib: HWI werden künftig nach Krankheitszeichen klassifiziert.

© Science Photo Library

Neuklassifikation

Unkomplizierte und komplizierte Harnwegsinfektion? Das war einmal!

Jemand richtet eine Lupe auf die Abbildung eines menschlichen Herzes.

© valiantsin suprunovich / Getty Images

Erkrankung des Herzmuskels

Magnetokardiographie zur Kardiomyopathie-Diagnostik?