Auswertung der AOK

Krebsvorsorge in der Pandemie wenig gefragt

Auch 2021 wurden die Krebsvorsorgeuntersuchungen deutlich seltener in Anspruch genommen als in den Vorpandemiejahren.

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Dortmund. In Westfalen-Lippe hat sich die Inanspruchnahme der Krebsvorsorge von dem Einbruch im Pandemie-Jahr 2020 noch nicht erholt. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der AOK Nordwest. Danach haben im ersten Halbjahr 2021 nur 11,6 Prozent der Männer die Krebs-Früherkennung in Anspruch genommen. Im ersten Halbjahr 2020 waren es mit 10,5 Prozent noch weniger. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2019 lag die Quote bei 21,9 Prozent.

Die Frauen nahmen mit einem Anteil von 19,9 Prozent im ersten Halbjahr 2021 die Früherkennungsmaßnahmen deutlich häufiger in Anspruch. Im Vergleichszeitraum 2020 waren es 19,3 Prozent, im Gesamtjahr 2019 noch 40,1 Prozent.

Die Corona-Pandemie habe besonders im ersten Halbjahr 2020 zu starken Einbrüchen bei den Krebs-Früherkennungsuntersuchungen geführt, sagt der Vorstandsvorsitzende der AOK Nordwest Tom Ackermann. „Trotz der verbesserten Tendenz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres ist die Inanspruchnahme nach wie vor viel zu gering.“ (iss)

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