Reisemedizin

Mehr Cholera in Dominikanischer Republik

Außer in Haiti breitet sich die Cholera auch in der Dominikanischen Republik weiter aus.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. 26.253 Cholera-Erkrankungen und 411 Todesfälle haben die Behörden der Dominikanischen Republik zwischen Ende 2010 bis Mitte August 2012 registriert. Für Urlauber mit normalen Reisebedingungen ist das Risiko einer Infektion gering.

Die Dominikanische Republik gehört jedoch zu den Urlaubsländern mit dem höchsten Risiko für Durchfallerkrankungen, warnt das CRM Centrum für Reisemedizin mit.

In der Provinz Espaillat der Dominikanischen Republik haben Behörden den Notstand ausgerufen, nachdem Anfang November über 300 Cholera-Verdachtsfälle innerhalb weniger Tage registriert wurden, so das CRM.

Reisende sollten kein Leitungswasser, sondern ausschließlich abgefülltes Wasser trinken. Rohe, ungeschälte Früchte, Gemüse und Salate, offene Säfte und Eiscreme, ebenso wie nicht durchgegarte Fleisch- oder Fischgerichte sollten gemieden werden.

Je nach Reiseart - etwa bei sehr einfachen Unterkünften oder auf Rucksacktouren - kann auch eine Impfung gegen Cholera sinnvoll sein, so das CRM. Die Impfung schützt als Nebeneffekt auch gegen einige Durchfallerreger.

Die Dominikanische Republik und Haiti zählen zu den Ländern mit dem höchsten Risiko für gastrointestinale Infekte bei Reisenden. Diese werden durch eine Vielzahl von Erregern verursacht, die mit verunreinigter Nahrung oder Trinkwasser aufgenommen werden.

Durchfälle gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen auf Reisen und klingen nach einigen Tagen meist von selbst ab. Cholera hingegen breitet sich vor allem bei unzureichenden sanitären Verhältnissen aus - etwa wenn das Abwassersystem nicht funktioniert und es keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt.

Urlauber sind deshalb meist nicht betroffen.Die Cholera war Ende 2010 in Folge der Erdbebenkatastrophe zunächst in Haiti aufgetreten und hatte sich auch im Nachbarland Dominikanische Republik ausgebreitet.

In Haiti sind in Folge des Erdbebens im Jahr 2010 und des Hurrikans 2012 bislang mehr als 600.000 Menschen erkrankt. Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen nach Haiti ab. (dpa)

Ihr Newsletter zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Prof. Dr. Tomas Jelinek ist unter anderem medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin (CRM) in Düsseldorf.

© [M] Jens Klatt; racamani / Fotolia

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Ins Reisebudget gehören auch Impfungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Tomas Jelinek ist unter anderem medizinischer Direktor des Berliner Centrums für Reise- und Tropenmedizin (BCRT) und wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Reise- und Tropenmedizin (CRM) in Düsseldorf.

© [M] Jens Klatt; racamani / Fotolia

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Impfungen gehören in jedes Reisegepäck

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Beratung in der Arztpraxis

Sicher mit Kindern verreisen: So geht‘s

Lesetipps
Ei Spiegelei in einer Pfanne

© Kevsan / stock.adobe.com

Gastbeitrag

Sind Eier wirklich so gefährlich für Herz und Gefäße?