Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Mehr Spielraum beim PSA-Test

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Der PSA-Test wird wohl auch mittelfristig ein IGeL-Angebot bleiben, denn noch fehlen eindeutige Daten, dass der Nutzen einer frühen Prostatakrebs-Diagnose durch den Test die Risiken für unnötige Biopsien und Operationen überwiegt. Daran ändern auch die erweiterten Empfehlungen in der S3-Leitlinie nichts.

Man darf zwar hoffen, dass neue Studien mehr Klarheit schaffen, doch selbst wenn sich ein Vorteil für den Test zur Frühdiagnostik ergibt, werden noch viele Jahre ins Land gehen, bis er sämtliche bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Kassenleistung überwindet.

Männer sind also weiterhin darauf angewiesen, dass ihnen Ärzte Nutzen und Risiken des Tests fair erklären, den Test sinnvoll anwenden und die Ergebnisse richtig interpretieren - das alles ist nicht trivial. So macht ein Test etwa nur dann Sinn, wenn die Männer bereit sind, ihr PSA regelmäßig zu bestimmen. Denn nicht nur der absolute Wert ist entscheidend, sondern auch der Verlauf. Steigt er schnell an, deutet auch dies auf einen Tumor.

Immerhin gibt die neue Leitlinie den Ärzten für solche Zeitreihen mehr Spielraum: Beginnen sie bereits bei 40-Jährigen mit der Messung, können sie Abweichungen später besser beurteilen - und das kann helfen, unnötige Eingriffe zu vermeiden.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Urologen empfehlen den PSA-Test jetzt schon für Männer ab 40 Jahren

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

© CLIPAREA.com / stock.adobe.com

Transthyretin-Amyloidose mit Kardiomyopathie

ATTR-CM-Therapien im Wandel: Die Rolle von Acoramidis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Abb. 1: MATTERHORN-Regime beim GC/GEJC: ereignisfreies Überleben (EFS)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [10]

Perioperativ behandeln – kurativ denken

Durvalumab-basierte Therapie bei drei Tumorentitäten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

ASS und P2Y12-Inhibitoren

So geht die Plättchenhemmer-Therapie in der Praxis!

Lesetipps
Eine Ärztin tropft Allergielösung auf den präparierten Unterarm einer Patientin für den Pricktest.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Steigende Prävalenz

Allergiediagnostik: Dos und Don’ts für die Hausarztpraxis