Montelukast hält leichtes Asthma in Schach

MÜNCHEN (sto). "Bei vielen Kindern ist Asthma nur eine atopische Krankheitsmanifestation im allergischen Marsch", so Professor Ulrich Wahn aus Berlin. Besonders wichtig sei daher die Allergenkarenz. Erst an zweiter Stelle stehe die medikamentöse Therapie.

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Die antientzündliche Dauertherapie sei Basis der Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit persistierendem Asthma, auch bei nur geringgradiger Erkrankung. Daran hat Wahn bei der 8. Jahrestagung der Gesellschaft für Pädiatrische Allergologie und Umweltmedizin in München erinnert. Lediglich bei intermittierendem Asthma könne auf eine Dauertherapie verzichtet werden.

In neuen Studien sei belegt worden, daß zur Therapie bei geringgradig persistierendem Asthma außer inhalativen Kortikosteroiden in niedriger Dosierung auch Leukotrienrezeptor-Antagonisten gut geeignet seien, berichtete Wahn bei einem Symposium von MSD.

So wurden in der MOSAIC-Studie (Montelukast Study of Asthma in Children) insgesamt 994 Kinder zwischen 6 und 14 Jahren mit geringgradig persistierendem Asthma entweder mit dem inhalativen Kortikosteroid Fluticason oder mit dem Leukotrienrezeptor-Antagonisten Montelukast (Singulair®) behandelt.

Beide Mittel waren ähnlich wirksam: Die Einnahme von einmal täglich 5 mg Montelukast erhöhte die Zahl der asthmafreien Tage in ähnlichem Ausmaß wie die zweimal tägliche Inhalation von jeweils 100 Mikrogramm Fluticason. Zu Beginn der Studie betrug der Anteil asthmafreier Tage 61 Prozent, unter Montelukast stieg er auf 84, mit Fluticason auf 87 Prozent. Als asthmafrei wurden Tage definiert, an denen keine Notfallmedikation eingenommen wurde oder an denen keine ärztliche Hilfe erforderlich war.

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