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Nach Herzinfarkt: Fünf Medikamente müssen sein!

DETMOLD (ob). Arzneimittel aus fünf Wirkstoffklassen verbessern nachweislich die Prognose nach Myokardinfarkt. In der Praxis sollte deshalb möglichst immer eine Kombinationstherapie mit allen fünf Wirkstoffen angestrebt werden.

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Wenn der Infarkt das Herz erwischt hat, hilft eine Kombination aus fünf Wirkstoffklassen.

Wenn der Infarkt das Herz erwischt hat, hilft eine Kombination aus fünf Wirkstoffklassen.

© S. Kaulitzki / fotolia.com

Acetylsalicylsäure (ASS), Betablocker, Statine, Renin-Angiotensin-System (RAS)-Blocker und Thienopyridine wie Clopidogrel - diese Substanzen haben in klinischen Studien eine günstige Wirkung auf Morbidität und Mortalität nach Myokardinfarkt unter Beweis gestellt. Am besten ist die Wirkung in der Praxis dann, wenn alle fünf in Kombination zur Sekundärprävention verordnet werden.

Das belegen in den Jahren 2003 und 2004 erhobene Daten aus dem deutschen SAMI-Register zur Langzeittherapie bei 5353 Patienten mit akutem Myokardinfarkt (Heart 2010; 96: 604). Zum Zeitpunkt der Klinikentlassung erhielten 89 Prozent ASS, 90 Prozent einen Betablocker, 84 Prozent ein Statin, 81 Prozent einen RAS-Blocker und 70 Prozent ein Thienopyridin. Als "optimal" wertete die Forschergruppe um Professor Ulrich Tebbe aus Detmold eine medikamentöse Sekundärprävention, in der alle fünf Wirkstoffgruppen enthalten waren.

Eine entsprechende Fünfer-Kombination erhielten in der Praxis zwar nur 46,2 Prozent aller erfassten Patienten - die allerdings profitierten erheblich davon: Im Vergleich zu Postinfarktpatienten, die keines oder nur eines der genannten Medikamente erhielten, war die 1-Jahres-Mortalitätsrate in der Gruppe mit "optimaler" Therapie um 74 Prozent niedriger.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Infarktnachsorge weiter optimieren!

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