KHK / Herzinfarkt

Nach Rauchverbot ein Drittel weniger Infarkte in Toronto

TORONTO (eis). Das Rauchverbot in Restaurants und Bars der kanadischen Metropole Toronto zeigt deutliche Wirkung. Die Notaufnahmen in Kliniken haben jetzt etwa ein Drittel weniger Patienten mit akuten Herz-Kreislauf- und Atemwegskrankheiten.

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Kanadische Rauchverbote senken offenbar deutlich die Infarktrate. © moonrun / fotolia.com

Kanadische Rauchverbote senken offenbar deutlich die Infarktrate. © moonrun / fotolia.com

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Über zehn Jahre haben Forscher die Auswirkungen des Rauchverbots untersucht (Canadian Medical Association Journal, online). Verglichen wurden dabei die Raten von Notaufnahmen ab 1996 (drei Jahre vor einem ersten Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden) mit der Zeit von 2004 bis 2006 (nach Einführung des heutigen strengen Rauchverbots).

Ergebnis: Die Rate der Patienten mit akuten Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris und Schlaganfall sank in dieser Zeit in den Kliniken um 39 Prozent, die Rate der Patienten mit akuten Atemwegserkrankungen wie Asthma, COPD-Exazerbation sowie Bronchitis und Pneumonie sank um 33 Prozent.

In kanadischen Vergleichsregionen ohne Rauchverbote gab es bei den Krankheiten in dieser Zeit keine statistisch signifikanten Rückgänge. Keine Abnahme war auch bei den Raten der Patienten mit anderen Akutkrankheiten wie Cholezystitis, Darmverschluss oder Appendizitis in Torontos Kliniken zu verzeichnen.

"Die Daten bestätigen erneut die zerstörerische Wirkung von Passivrauchen auf die Gefäße, und dass die Vermeidung von Rauch unmittelbare Effekte auf die Gefäße hat", so die Forscher.

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