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Niedrige Steroid-Dosen bremsen Gelenkerosion

FRANKFURT AM MAIN (hub). Eine sehr niedrig dosierte Prednisolon-Therapie kann die Progression bei früher Rheumatoider Arthritis (RA) radiologisch nachweisbar bremsen. Das hat eine Studie ergeben, in der täglich fünf Milligramm des Wirkstoffs mit einem Basistherapeutikum kombiniert worden waren.

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Insgesamt nahmen 192 Patienten mit RA im Frühstadium an der Studie teil, wie Dr. Siegfried Wassenberg vom Evangelischen Fachkrankenhaus in Ratingen berichtet hat. Alle Patienten erhielten Methotrexat (MTX) oder Gold-Natriumthiomalat - die eine Hälfte zusätzlich 5 mg Prednisolon pro Tag, die andere Hälfte zusätzlich Placebo.

Nach 6, 12 und 24 Monaten wurden die Studienteilnehmer untersucht. Beurteilt wurden die Gelenke der Patienten mit dem Ratingen-Score. Dabei werden 38 Gelenke oder Regionen geröntgt. Je nachdem wie stark eine Gelenkoberfläche geschädigt ist, werden Punkte von null bis fünf vergeben. Ein Wert von fünf bedeutet:, Das Gelenk ist zu 80 Prozent zerstört.

Bei allen Untersuchungsterminen schnitten die Teilnehmer mit Prednisolon (Decortin H®) besser ab als jene mit Placebo, so Wassenberg auf einer Veranstaltung von Merck Pharma in Frankfurt am Main. Mit dem Steroid lag der Wert im Ratingen-Score nach sechs Monaten Therapie bei 3 Punkten und damit um 0,6 Punkte höher als bei Studienbeginn (2,4 Punkte).

Mit Placebo waren es nach sechs Monaten Therapie 4,6 Score-Punkte statt 2,1 Score-Punkte. Die Differenz betrug hier also 2,5 Punkte. Nach zwei Jahren Therapie lag der Wert in der Steroid-Gruppe um 1,0 und mit Placebo um 4,4 Punkte höher als zu Studienbeginn.

In beiden Gruppen hatten zu Beginn durchschnittlich acht Prozent der Gelenke Erosionen. Nach zwei Jahren war der Anteil der Gelenke mit Erosionen in der Prednisolon-Gruppe auf 12,1 Prozent gestiegen, in der Placebo-Gruppe auf 17,3 Prozent. Von den 27 Patienten der Steroid-Gruppe, die zu Beginn keine Gelenkerosionen hatten, kam es bei sieben zu Erosionen, in der Placebo-Gruppe bei 14 von 22 Patienten.

Die tägliche Einmaldosis von nur 5 mg Prednisolon als Zusatztherapie könne radiologisch nachweisbar die Progression bei Rheumatoider Arthritis im Frühstadium deutlich verzögern, betonte Wassenberg.

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