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Frühe Krankheitsstadien

Physiotherapie bei Parkinson wenig effektiv

Patienten mit mildem oder moderatem Parkinson profitieren kurzfristig nicht von Physiotherapie.

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BIRMINGHAM. Bisher werden Physio- und Ergotherapie bei Parkinsonpatienten erst in späteren Erkrankungsstadien genutzt (Hoehn & Yahr = 3), wenn es also bereits zu Gleichgewichtsstörungen und Stürzen gekommen ist. In der Studie PD REHAB wurde nun der Erfolg der Maßnahmen bei Patienten mit Einschränkungen im täglichen Leben (ADL) überprüft (JAMA Neurol 2016; online 19. Januar).

Patienten der Vergleichsgruppe erhielten diese Therapien nicht. Die Patienten der Studiengruppen mit jeweils 381 Teilnehmern - die meisten Männer - waren im Mittel 70 Jahre alt.

Die Patienten waren durchschnittlich seit 4,5 Jahren (median 3,1 Jahre) erkrankt und die meisten von ihnen (67 Prozent) in einem Hoehn & Yahr-Krankheitsstadium = 2, also mild bis mäßig. Der NEADL-Gesamtscore lag median bei 54. Dabei handelt es sich um den "Nottingham Extended Activities of Daily Living"-Score, mit maximal erreichbaren 66 Punkten. Je höher die Zahl, umso selbstständiger sind die Patienten.

Die Zahl der Therapiesitzungen reichte von einer bis 21 (median vier) mit einer durchschnittlichen Dauer von 58 Minuten pro Sitzung. Im Mittel verlief die Therapiephase acht Wochen.

Bei der Physiotherapie lag der Fokus vor allem auf dem Gang, der Haltung, dem Gleichgewicht und der körperlichen Fitness, bei der Ergotherapie auf dem Übergang Stehen - Sitzen, Ankleiden, Körperpflege und Schlaf. Beide Therapieansätze kombiniert dauerten im Mittel 263 Minuten. 53 Prozent der Physiotherapien erfolgten ambulant, aber nur 29 Prozent der Ergotherapien.

Wie die Neurologen von der städtischen Klinik in Birmingham berichten, ergab die Auswertung der Daten keine signifikante Verbesserung der Ergebnisse mehrerer Testsysteme, etwa dem NEADL und dem Parkinson Disease Questionnaire-39 summary index (PDQ-39, Lebensqualität), den primären Endpunkten der Studie.

Nur beim EuroQol-5D-Test, ebenfalls zur Lebensqualität, ergab sich ein grenzwertig besseres Ergebnis in der Therapiegruppe. Die Ärzte schließen aus, dass die fehlende Signifikanz zwischen den Gruppen mit und ohne Behandlung darauf beruht, dass die Maßnahmen nur aufgrund des frühen Krankheitsstadiums nicht wesentlich zu einer weiteren Verbesserung beitragen konnten.

In einer Subgruppenanalyse hatten Physio- und Ergotherapie auch bei Patienten mit etwas späterem Erkrankungsstadium keinen Nutzen. (ple)

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