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Hohe Feinstaubbelastung

Pneumologe fordert Absage der Australian Open

Die Feinstaubbelastung ist im australischen Melbourne aufgrund der extremen Waldbrände deutlich erhöht. Ein Pneumologe sieht die Gesundheit der Australian-Open-Teilnehmer in Gefahr.

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Blick  auf die im Rauchdunst liegende Skyline von Melbourne. In der Stadt finden derzeit die Australien Open statt.

Blick auf die im Rauchdunst liegende Skyline von Melbourne. In der Stadt finden derzeit die Australien Open statt.

© Michael Dodge/AAP/dpa

Melbourne. Nachdem eine weitere Tennisspielerin über Atemprobleme geklagt hat, sind auch am Mittwoch (15. Januar) die Qualifikationsspiele für die Australian Open in Melbourne unterbrochen worden. Die Feinstaubbelastung ist aufgrund der verheerenden Waldbrände deutlich erhöht.

Der Pneumologe Dr. Thilo Kaiser forderte unterdessen im „Deutschlandfunk“, die Spiele abzusagen. „Aus medizinischer Sicht müsste man diese Sportveranstaltung im Grunde verbieten“, sagte Kaiser.

Je mehr Sportler unter der Belastung leiden, desto mehr müsste man die Sportler eigentlich dazu aufrufen, die Australian Open zu boykottieren. Die Gesundheit könne nicht mehr geschützt werden, so Kaiser.

Auch Dr. Elmar Storck, niedergelassener Pneumologe aus Pulheim, warnte vor Langzeitfolgen für die Spieler: „Je nach Veranlagung kann eine hohe sportliche Belastung im Freien bei diesen Bedingungen zu chronischen Symptomen und Erkrankungen führen“, sagte Storck dem Sport-Informations-Dienst. „Ich würde dort nicht spielen.“

Nicht nur Ärzte, auch die Spieler selbst sehen die diesjährigen Australian Open kritisch: Die luxemburgische Tennisspielerin Mandy Minella sorgte sich auf Twitter um die Gesundheit aller Menschen, die bei den Australian Open arbeiten müssen, etwa die Balljungen und Ballmädchen. (bae)

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