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Resistenzen bei Schweinegrippe bisher kein Problem

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LANGEN (hub). Mit Resistenzen des neuen H1N1-Virus gegen Neuraminidasehemmer war zu rechnen. Das sei jedoch kein Alarmzeichen, denn es handele sich nur um Einzelfälle, sagt Dr. Michael Pfleiderer vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen (PEI).

Resistenzen bei Schweinegrippe bisher kein Problem

© Foto: GSK, www.fotolia.de

Solche Resistenzen könnten spontan entstehen, das zeige etwa das saisonale H1N1-Virus: "Hier ist bis vor kurzem kein Oseltamivir verabreicht worden und trotzdem hat sich eine resistente Variante durchgesetzt", sagt Pfleiderer im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Das sei offenbar etwas, was dem Virus Fitness verleihe. "Ohne, dass das Virus dabei daran gedacht hat, gegen Tamiflu® resistent werden zu müssen." Aber es sei eine Mutation, die zu einer fitteren Variante geführt habe. Nur so könne man sich erklären, dass sie sich innerhalb von nur wenigen Monaten weltweit durchgesetzt habe.

Der mögliche Selektionsvorteil der Resistenz war aber nicht entscheidend. "Das ist spontan entstanden, der Zufall - und die Natur arbeitet nur nach dem Zufallsprinzip - hat eben zu einer Variante geführt, der es besser geht", sagt der Leiter des Fachgebiets Virusimpfstoffe am PEI. Und zwar unabhängig davon, ob der Wirt Oseltamivir nehme. "Das war kein Ereignis aufgrund eines übergroßen Selektionsdrucks, sondern ein spontanes Ereignis."

Das möge jetzt beim neuen H1N1-Virus anders sein, weil der Druck größer werde. Der Druck, dem Tamiflu®angriff zu entkommen, sei größer als der Druck, einer Immunantwort zu entkommen. Denn die meisten Menschen seien ja empfänglich für das Schweinegrippe-Virus. Letztlich entstünden immer, wenn man mit solchen Substanzen arbeite, resistente Formen. "Ob die sich durchsetzen, das zu beurteilen, ist noch zu früh", so Pfleiderer. "Und ich würde das auch nicht als übergroßes Alarmzeichen auffassen. Wir beobachten nur Einzelfälle."

Man werde sehen, wie sich das entwickele. Eine Resistenz könnte das neue H1N1-Virus auch von dem saisonalen Influenza-Virus übernehmen - über ein Reassortment. Pfleiderer: "Theoretisch möglich, das Ergebnis ist Spekulation."

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